Neusiedler See

Der Neusiedler See (Fertö tó) bedeutet wortwörtlich "Sumpf-See" und ist neben dem Plattensee einer der wenigen Steppenseen in Europa. Darunter versteht man einen See mit flachem Seebecken und hohen Wasserstand-Schwankungen, die hauptsächlich vom Niederschlag abhängig sind. Der See liegt sowohl auf österreichischem als auch auf ungarischem Staatsgebiet und von der Fläche des österreichischen Teiles her gesehen ist es gleichzeitig der größte See Österreichs. Besonders markant ist der große Anteil an Schilf, denn die Hälfte der österreichischen Seite und 4/5 der ungarischen Seite sind von Schilf bedeckt. Dieser bietet Lebensraum für an die 300 Vogelarten und im Wasser tummeln sich 30 Fischarten.

Als Erholungsgebiet ist der Neusiedler See durch das milde Klima und die zahlreichen Sportmöglichkeiten bekannt geworden. Durch die relativ geringe Wassertiefe, an der tiefsten Stelle sind es nicht mehr als 1,8 Meter, und durch den regen Wind, ist der Neusiedler See ein Paradies für Segler und Surfer. Für Freunde des Radsports steht ein Radweg rund um den See zur Verfügung. Die einzigartige Flora und Fauna wird durch die beiden Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel auf österreichischer Seite und Fertö-Hanság auf der ungarischen Seite geschützt. Seit 2001 gehört der Neusiedler See zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Fertö-Hanság Nationalpark wurde 1991 gegründet und umfasst die erhalten gebliebenen Sumpf- und Moorgebiete in der Umgebung des Sees auf einer Gesamtfläche von 23.587 Hektar. Die Besucher können auf den gekennzeichneten und beschilderten Wanderwegen zum Ostufer des Sees gelangen, um dort die Tier- und Pflanzenwelt zu beobachten. Die Landschaft, welche unter den menschlichen Eingriffen sehr gelitten hat, bietet den Besuchern auch heute noch unzählige Sehenswürdigkeiten. Der Nationalpark ist bestrebt, die einstigen Gegebenheiten wieder herzustellen und man begann deshalb mit der Verwirklichung der Moorrekonstruktion.

Bestimmte Teile des Nationalparks können frei und selbstständig besucht werden, andere Gebiete aber nur nach vorheriger Anmeldung und nur mit Führung. Für diese Gebiete stellt die Direktion des Nationalparks den angemeldeten Gruppen Fachführer zur Verfügung. Die Führungen erfolgen von Montag bis Freitag, an Sonn- und Feiertagen wird keine Führung garantiert.

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