Naturpark Ela

Ela - Die Natur schönheit aus den Schweizer Alpen

Der "Parc Ela" ist der größte regionale Naturpark der Schweiz. Seinen Namen verdankt er dem gleichnamigen Berg Piz Ela, der zwischen den beiden Talschaften Albula und Surses liegt. Insgesamt 13 Gemeinden haben sich zusammengeschlossen, um das natürliche und kulturelle Erbe der Region zu schützen. Mehr als ein Drittel der rund 550 Quadratkilometer großen Fläche ist unberührte Landschaft - ohne Stadtlärm, Autos und Müllberge. Dafür aber mit jeder Menge seltener Schätze, die man sonst nur schwer zu Gesicht bekommt.

Gleich drei Moorlandschaften beherbergt der Naturpark, darunter die Alp Flix, die als Schatzinsel der Artenvielfalt gilt. Fett- und Trockenwiesen, verbunden mit Bergwald und Seen, machen dieses Gebiet zum Lebensraum für tausende Tier- und Pflanzenarten. Steinböcke, Gämse, seltene Vogel- und Schmetterlingsarten, Reptilien und Amphibien, hier ist alles vertreten. Sogar Bären und Wölfe wurden schon vereinzelt gesichtet.

Natürlich nicht annähernd so dicht besiedelt, aber mindestens genauso sehenswert, sind die Gletscher in der Region. Das ewige Eis prägt das karge Kesch-Ducan-Gebiet, das zur Hälfte im Parc Ela liegt. Schutthalden, Blockströme und Moränen zeugen von Erosion und früheren Gletscherständen. Das Gestein birgt dort Fossilien, welche von Paläontologen ausgegraben werden. Millionen Jahre alte Fische, Saurier, Muscheln, Krebse und Algen kommen so wieder ans Tageslicht.

Auf dem Piz Lunghin an der Grenze von Surses und Bergell steht einem Regentropfen der Weg in drei Weltmeere offen. Fließt er nach Norden, endet seine Reise nach einer Passage durch den Rhein schließlich in der Nordsee. Treibt der Zufall den Tropfen nach Osten, gelangt er in die Donau und mit ihr ins Schwarze Meer. Es kann aber auch sein, dass der Regentropfen nach Westen abfließt und mit dem Po in die Adria mündet. Ein Tropfen, drei Wege - die Wasserscheide vom Lunghin ist europaweit ein Kuriosum.

Kurios sind auch einige Gebilde, an denen Sie im Parc Ela vorbeikommen. Da wäre zum Beispiel das Felsentor im Val d'Agnel, das über viele Jahrtausende entstanden ist. Oder aber Crap Furò, ein 100 Meter hoher Felsturm aus weichem Kalkstein. Der "löchrige Fels" markiert den geographischen Mittelpunkt des Kantons Graubünden.

Im Naturpark gibt es zahlreiche, gut ausgeschilderte Wege zum Staunen und Entdecken. Der Pfad der Pioniere, die Exploratour, der Bergüner Holzweg und viele weitere Strecken führen Sie durch die beeindruckende Landschaft. Lernen Sie die Schönheit von Ela kennen und erleben Sie Natur in ihrer ursprünglichsten Form.

Foto: Lorenz A. Fischer

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