FAUST - Die Rockoper

Literatur und Beats: FAUST – Die Rockoper

Klassiker modern und zeitgemäß aufzuführen ist eine Kunst. Bei "FAUST – Die Rockoper" ist das grandios gelungen. Der Stoff ist mittlerweile über 400 Jahre alt, wurde 1808 von Goethe zu dem berühmten Zweiteiler verarbeitet, der in allen deutschen Schulen auf dem Programm steht. Die Geschichte um den unzufriedenen Doktor und seiner Suche nach Sinn und Liebe ist zeitlos und lässt sich ganz verschieden erzählen. Als Theater, Puppenspiel oder eben als Rockoper.

Dem renommierten Komponisten und Librettisten, Dr. Rudolf Volz, ist es 1997 in Zusammenarbeit mit der Produktion der Manthey Event GmbH gelungen, eines der bedeutendsten und meistgelesenen Werke der Weltliteratur in eine Mischung zwischen Rockoper, Musical und Volkstheater umzusetzen. In der Nähe zur Fauststadt Staufen gelegen hat sich Badenweiler nun als Veranstaltungsort im Südwesten Deutschlands in die Erfolgsgeschichte von "FAUST - Die Rockoper" einreiht.

Musik aus den 70ern, Texte aus dem 19. Jahrhundert

Hardrock-Größen wie Queen, Kiss, The Who, Eric Clapton oder auch Steppenwolf standen bei den insgesamt 28 Songs Pate. Und auch wenn sich der klassische Stoff hier ganz im Glamrock der 70er kleidet: Das, was auf der Bühne aufgeführt wird, ist Goethes Faust wie wir ihn kennen und lieben. Zwar wurde mit strenger Hand gekürzt (Pudel, Valentin und Osterspaziergang fehlen), aber man erkennt sie: die Essenz des Faust, die Worte Goethes. Hier wurde der Stoff mit Liebe und viel Wissen unterhaltsam und clever umgesetzt. So schaffte es die Rockoper zur meist gespielten FAUST-Interpretation mit Goethe-Texten aller Zeiten.

Spezialeffekte und Unterhaltung

Auf der Bühne spielt, singt und tanzt ein 25-köpfiges Ensemble aus Live-Band, Sängern, Schauspielern und Tänzern in ausgefallenen und einmaligen Kostümen sowie Masken zu originell wechselnden Bühnenbildern. Die jungen ambitionierten und erfahrenen Künstler überzeugen nicht nur mit markanten, dynamischen Stimmen, sondern sie beteiligen auch das Publikum mit vielfältigen Ideen.

Das Mephisto-Musical glänzt außerdem durch einen wunderbar teuflischen Bösewicht mit Lederkluft und Makeup à la KISS. Eine ganz heiße Nummer sind auch die vielen Pyro- und Feuereffekte, mit denen das Stück aufwartet. Das zweistündige Spektakel ist ein ganz besonderes Unterhaltungsprogramm, das auch immer wieder von Schulklassen angesehen wird. Die Symbiose von Rock-Unterhaltung und Literatur ist einfach perfekt gelungen. Da möchte man doch am liebsten ganz nach Goethe rufen: Augenblick, verweile doch! Du bist so schön!

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