Museumsschiff "Amandine"

Dabei blickt der Fischerkutter "Amandine" auf eine lange, traditionsreiche Lebensgeschichte zurück. 36 Meter lang und 6,7 Meter breit, mit einer Seitenhöhe von 3,9 Metern, einer Schiffsraumkapazität von 65 Tonnen, einem Industriemotor von 510 PS, konnte es bis zu 10 Besatzungsmitglieder an Bord nehmen. Gebaut wurde die "Amandine" am 16. November 1960, Stapellauf 17. März 1962. Bis 1995 war sie Teil der flämischen Islandflotte und ging in fischreichen Gewässern auf Fahrt. Die Fänge bestanden hauptsächlich aus Kabeljau, Schellfisch, blauem Leng, Köhler, rotem Knurrhahn, roter Seebrasse, großen Schollen und schottischer Kliesche. Eben lauter begehrte Leckerbissen, die gut bezahlt wurden.

Damit dieser wichtige Teil der belgischen Fischereigeschichte nicht verloren geht, wurde im März 1998 mit der Restaurierung dieses letzten Island-Schiffes begonnen. Anschließend wurde es als interaktives Museum in ein Trockendock am Oostende Fischerhafen gestellt. Das Dock und der Innenraum des Schiffes bilden zusammen das Museum. Hier bekommt der Besucher eine realistische Vorstellung vom rauen Leben an Bord eines Islandfahrers. Mehrere Szenen stellen mit Geräuschen und Gerüchen die Aktivitäten an Bord nach. Am Heck des Schiffes finden Sie eine Rekonstruktion einer Straße im Fischerviertel um 1960, mit Lädchen, einer Kneipe und sogar einem Bordell. Geschichte zum Anfassen - es lohnt sich!

Lage, Anfahrt

Im Stadtzentrum von Oostende, gegenüber dem Hauptbahnhof. Adresse: Vindictivelaan 35-z, 8400 Oostende.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet:

täglich 10.00 - 17.00

geschlossen am 24./ 25./ 26./ 31. 12. und 1. 1.

Eintritt: Kinder unter 4 Jahren kostenlos, bis 12 Jahre 2,- Euro; Jugendliche und Erwachsene 4,- Euro

3. April 1995. An diesem Tag ist die "Amandine" zum allerletzten Mal in Oostende eingefahren. An diesem Tag hat sie zum letzen Mal den Anker geworfen. Die Mannschaft ging von Bord, schluckte den Kloß im Hals hinunter und ging nach Hause, ohne einen Blick zurück. Die letzte Stunde der Oostender Islandfischerei war damit endgültig angebrochen.

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