Mühlenkopfschanze

Die Mühlenkopfschanze im romantischen Strycktal hat sich zum Ausflugs- und Wanderziel Nummer eins in Willingen entwickelt. Die 2000 komplett erneuerte und mit dem FIS-Weltcup-Skispringen 2001 eingeweihte Schanze kann ganzjährig besucht werden. Damit den Gästen bei der Besichtigung der Anlage nicht die Puste ausgeht, können sie mit der Standseilbahn links neben dem Aufsprung und einem Personenaufzug im Anlaufturm ganz nach oben gelangen. Auf den Wegen der Skispringer den höchsten Punkt der Anlage, den "Adlerhorst" auf der Spitze des Anlaufs zu erreichen, wird so zu einem ganz besonderen Erlebnis für die Besucher.

Die große Kabine der Standseilbahn befördert bis zu 20 Personen. Auf 300 Meter Länge werden die ersten 120 Höhenmeter bis zur Bergstation am Fuß des Anlaufturms überwunden. Dabei genießt man schon den Blick auf den steilen Aufsprunghang. Neben dem Basisgebäude ragt dann der Aufzugsturm aus Glas und Stahl über 30 Meter empor. Oben angekommen blicken die Besucher über die Uplandberge und wagen auch den Blick hinunter in die 107 Meter lange Anlaufspur. Von hier oben ahnt man, welche Überwindung es die Sportler kostet, diese riesige Anlage auf Skiern hinab zu fahren und zu springen.

Wussten Sie eigentlich, dass die Mühlenkopfschanze in Willingen die größte Großschanze der Welt ist? Sie hat einen Hillsize (HS) von 145 Metern und einen Schanzenrekord von 152 Metern, den der Finne Janne Ahonen am 9. Januar 2005 aufstellte. Sven Hannawald gewann 2002 als erster Deutscher einen Weltcup auf der Mühlenkopfschanze und wiederholte seinen Erfolg 2003.

Die Tradition des Skispringens geht in Willingen bis ins Jahr 1923 zurück. Internationale Skispringen gibt es seit den fünfziger Jahren. Sepp Weiler übertraf 1951 erstmalig mit 101 Metern die 100 Meter Marke in Willingen.

Europa-Cups und Continental-Cups werden seit 1980 ausgetragen. 1995 wurde der Ski-Club Willingen mit der Durchführung des ersten FIS-Weltcup-Skispringen beauftragt. Seitdem ist Willingen Mekka vieler deutscher Skisprungfans. Österreichs Skisprunglegende Andreas Goldberger bezeichnete die Anlage als "schönste der Welt".

Im Café-Restaurant Aufwind am Fuße der Mühlenkopfschanze genießt man seit 2004 bei seinen Lieblingsspeisen und Getränken einen herrlichen Blick auf die Anlage durch eine bis zu sieben Meter hohe Glasfront. Außerdem ist hier ein Fanshop untergebracht, in dem sich nicht nur Skisprungfans mit Kleidung und Souvenirs eindecken können.

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