Londons Parks und Gärten

Green and clean – Londons schöne Parks und Gärten

Exakter Schnitt, geometrische Linien, botanische Haircuts – die Briten verstehen sich bestens auf die grüne Gartenkunst. Englischer Rasen ist Stilvorbild in der ganzen Welt. Ideale Schnitthöhe: vier bis fünf Zentimeter. Doch trotz aller peniblen Linienführung ist immer auch eine gewisse Portion Verspieltheit dabei. Wir stellen fünf großartige Londoner Parks vor. Enjoy strolling!

Hyde Park:

Am nordöstlichen Ende des Parks gibt es das berühmteste Refugium der Redefreiheit: Speaker’s Corner (die „Ecke der Redner“). Seit 1872 britische Institution. Hier darf jeder auf ein Podest oder eine Klappleiter steigen und seine Meinung kundtun. Einzige Ausnahme: Über die Königsfamilie oder Ungesetzliches debattieren ist streng untersagt. Karl Marx, Lenin und George Orwell haben hier schon gesprochen, die Anliegen der Bürger sind oft recht skurril - hoher Unterhaltungswert ist hier garantiert. Am Serpentine, dem beliebten See in der Parkmitte können Ruder- und Tretboote gemietet werden. Getoppt wird das Ganze mit den jeden Sommer stattfindenden Open-Air-Veranstaltungen: Picnic-perfect, würde der Londoner sagen.

Regent's Park:

Camden Town im Norden, Soho im Süden, dazwischen liegt der Regent’s Park. Hier dreht sich alles um Freiluftsport. Tipptopp sind die Anlagen für Fußball, Softball, Rugby und Cricket. Außerdem gibt’s einen duftenden Rosengarten, einen See und den Londoner Zoo am nördlichen Ende. Besonders beliebt unter Londonern ist der Primrose Hill. Hier gibt es einen atemberaubenden Blick auf London, ohne einen Penny zahlen zu müssen.

Richmond Park:

Größter königlicher Park Londons auf halber Strecke vom Stadtzentrum zum Flughafen Heathrow. Mit abwechslungsreichen Wanderwegen durch Wälder, Parkflächen und entlang schöner Flussufer – damit ist er nicht nur für Großstadtbewohner und Touristen ein schöner Rückzugsort, sondern auch für 650 freilaufende Rehe. Nicht verwunderlich, denn einst diente der Richmond Park König Charles I. als Jagdrevier. Heute wird hier nur noch mit Kameras auf die anmutigen Wildtiere gezielt.

St. James' Park:

Nach dem größten der acht königlichen Parks der Hauptstadt kommt nun der älteste: Gesegnet mit herrlichen Ausblicken auf den Buckingham Palace in einer Richtung und auf die Whitehall in der anderen, ist der St. James Park die perfekte Location für ein Picknick. Täglich um 14.30 werden die Pelikane im See gefüttert. Manchmal „entfliegen“ einige von ihnen sogar dem Gehege und setzen sich direkt neben die Besucher auf die Parkbänke

Kew Garden:

Einer der ältesten und spektakulärsten botanischen Gärten der Welt. Besonders eindrucksvoll sind der Treetop Walkway (Baumwipfelpfad, 18 Meter hoch, 118 Stufen nach oben) und natürlich die viktorianischen Gewächshäuser mit vielen Pflanzen, die nur auf der Südhalbkugel heimisch sind. Beliebtestes ist das Palm House (Tropenhaus) – 100 Prozent Luftfeuchtigkeit lassen die tropische Flora prächtig gedeihen, sorgen aber bei Besuchern gelegentlich für Kurzatmigkeit. Seit 2003 UNESCO-Weltkulturerbe.

Foto: Pawel Libera, London and Partners

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