Landesportrait Spanien

Land zwischen Siesta und Stierkampf: Viva Espana!

Strände und Berge, Burgen und Klöster, rauschende Fiestas, der Jakobsweg und das maurische Erbe Andalusiens: Es gibt viele gute Gründe Spanien zu besuchen! Die Menschen sind so unterschiedlich wie die Landschaften und die Kultur. Hier die mediterrane Milde, dort die wilde Altlantikküste, im Süden die Steinwüste um Almeria, im Nordosten die eisgekrönten Gipfel der Pyrenäen, dort die weißen Dörfer Andalusiens, hier die Burgen und Schlösser Kastiliens. Spanien fasziniert.

Spanien steht für einen faszinierenden Kultur- und Landschaftsmix, für wilde Fiestas und ein lockeres Leben mit ausschweifender Ausgeh- und Tapatradition. Stress ist für viele ein Fremdwort, man nimmt sich ausgiebig Zeit für leibliche Genüsse. In der Rioja und im Duerogebiet reifen vorzügliche Spitzenweine, Galicien ist für seine weißen Albarinos bekannt und das andalusische Jerez de la Frontera für seine Sherrys und Brandys. Spaniens Zutaten stimmen - nicht nur beim Trinken und Essen.

In den südlichen Gefilden des Landes zählt man oft über 300 Sonnenstunden pro Jahr. An der Mittelmeerküste gilt nach wie vor: Wer Spaß haben möchte, bekommt Spaß. Torremolinos, Benidorm und Lloret del Mar zählen zu den Klassikern und bersten vor Musikbars, Discos und ausschweifendem Nachtleben. Wer hierhin reist, weiß was er will.

Gleiches gilt für jene, die Citytrips nach Madrid und Barcelona planen. Die Metropolen buhlen um die Besucher. Jede begeistert durch ihre eigene Art: Madrid mit dem Open-Air-Ambiente um die Plaza Mayor und musealer Hochkultur wie dem Prado; Barcelona mit dem Bummel über die Ramblas und der bisher unvollendeten Sagrada Familia des katalanischen Meisterarchitekten Antoni Gaudi. Die gigantische Sühnekirche zählt ebenso zum Welterbe der UNESCO wie eine Reihe bekannter Stätten, die sich kreuz und quer über das Land verteilen und eigene Reisen wert sind.

Das Römerareal in Mérida, die Altstädte von Cáceres und Toledo, Asturiens präromanische Kirchen, Segovia mit seinem Aquädukt und das zerklüftete Goldminengebiet Las Médulas. Im sonnendurchfluteten Süden geht Kunst- und Kulturliebhabern das Herz auf: Die Alhambra in Granada und die Mezquita in Córdoba, erbaut von den Mauren, zählen zu den Höhepunkten in ganz Europa. Zwischen 711 und 1492 waren die orientalischen Besatzer auf der Iberischen Halbinsel präsent - und in jener Zeit wesentlich weiter entwickelt als die Spanier.

Die Qualität von Stränden und Meer ist landesweit oft gut bis exzellent. Statt an die sommerlich überfüllte "Badewanne Mittelmeer" zieht es immer mehr Reisende an die Atlantikstrände. Viele trotz der kühleren Temperaturen und gerade wegen des raueren Umfelds. Im küstennahen Hinterland, wo die Pyrenäen liegen, bieten sich viele Kontraste. Nicht nur im Norden werfen sich imposante Gebirgsbuckel auf. Mit einer Durchschnittshöhe von 650 Metern nimmt Spanien europaweit den zweiten Platz hinter der Schweiz ein. Im Zentrum breitet sich die Hochebene aus, die Meseta, im Norden Andalusiens wellen sich Olivenbaumhaine über die Hänge, weiter südlich kratzt die Sierra Nevada mit fast 3500 Metern an den Wolken. Im Winter setzt sich die Sierra eine Schneekrone auf und zieht Skisportler an. Gen Osten gleiten die Berge ins Meer ab und gehen bei Almeria in ein rotbraunes Wüstenszenario mit Büschelbewuchs und Kakteen über.

Das Land, mit seinen 45 Millionen Einwohnern gehört zu Europa und ist doch so anders. In den Arenen befördert man unverändert Stiere ins Jenseits, die Siesta schützt man wie eine heilige Kuh und hält an der Zauberformel des ewigen "manana" (morgen) fest. Traditionen, kultiviertes Chaos und ein Schuss Exotik - Viva Espana!

Reisepakete werden geladen