Landesporträt Belgien

Zwei Regionen, drei Amts-Sprachen und Mini-Berge

Politisch, demografisch und wirtschaftlich kann man Belgien in zwei Regionen unterteilen: Flandern und Wallonien. In Flandern wird Flämisch gesprochen (ähnlich wie Niederländisch), in Wallonien Französisch und Deutsch (die deutschsprachige Bevölkerungsgruppe im Osten des Landes liegt allerdings unter 1 %). In Belgiens Hauptstadt Brüssel spricht man generell Französisch. Die Region Flandern ist wohlhabender als Wallonien, es gibt dort mehr Wirtschaftsbetriebe.

Abgesehen vom Bergland der Ardennen im Südosten, ist Belgien ein weitgehend ebenes Land. Die Küstenlinie entstreckt sind auf 72 Kilometer. 25 % der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 95 % aller Belgier leben in Städten.

Die belgische Wirtschaft ist stark auf Export und internationalen Handelsverkehr konzentriert. Antwerpen besitzt einen der bedeutendsten Häfen Europas.

Was belgische Berühmtheiten angeht, so kann man nur staunen: Ganz oben auf der Liste derjenigen, die die Belgier selbst für ihre Größten halten, steht Pater Damian (1840 - 1889). Nie gehört? Er setzte sich für Leprakranke ein und wurde 1995 heiliggesprochen. Viel bekannter dürften in Deutschland Chansonnier Jacques Brel und Radlegende Eddy Merckx sein. Aber aufgepasst: auch "Maigret"-Autor George Simenon war Belgier. Nicht zu vergessen Hergé, der Schöpfer von "Tim Struppi" (Tintin) und natürlich die Malergrößen Rubens und Magritte.

In Belgien gibt es verschiedene Möglichkeiten für einen Kurzurlaub. Zum einen die Küste mit Knokke als mondänem Badeort mit vielen modischen Läden, einem Casino, sehr guten Restaurants und Bars. Oder Oostende mit seinem großen Hafen und kleinere Städte wie Blankenberge. Sehr nah an der Küste findet man Brügge mit seiner historischen Altstadt, die man via Pferdekutsche oder mittels einer Grachtenfahrt erkunden kann.

Die Großstädte Brüssel, Antwerpen, Gent, Mechelen und Leuven haben alle touristisch interessante, historische Altstädte.

Das "Atomium" in Brüssel wurde 2006 nach kompletter Renovierung wieder für das Publikum geöffnet. An den Grote Markt grenzen viele historische Gebäude; das vielfach bestaunte "Manneke Pis" finden Sie in einer Seitenstraße.

Antwerpen ist eine sehr gemütliche flämische Stadt. Im Zentrum finden sich zahlreiche historische Gebäude, Restaurants und Bars. Der Maler Rubens ist einer der bekanntesten ehemaligen Einwohner Antwerpens.

In den Ardennen, die man Hoch-Belgien nennen könnte, gibt es Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten wie Mountainbiken, Kanufahren, Survival-Training, Klettern und im Winter sogar Skilaufen. Hier befindet sich auch Belgiens höchster Punkt: Botrange, an der Grenze zu Deutschland, mit ganzen 694 Metern.

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