Kolosseum

Brot, Spiele und viel Blut lockten einst die Massen ins Kolosseum. Heute fasziniert die gewaltige Ruine jährlich tausende von Besuchern. Das Amphitheater Rom ist eines der berühmtesten Bauwerke der Welt, absolutes Wahrzeichen der Stadt und zugleich ein Zeugnis für die hoch stehende Baukunst der alten Römer.

Kaiser Vespasian ließ ab 72 n.Chr. an Stelle der berühmten Domus Aurea von Kaiser Nero sein "Flavisches Amphietheater" bauen. Bei ovalem Grundriss maß die Längslänge 188, die Querachse 156, die Höhe betrug 57 Meter. Während die Fassade im typisch römischen Travertin ausgeführt wurde, verwendete man innen Tuff und Ziegel, die allerdings prächtig mit Carraramarmor verkleidet waren. Der original erhaltene nordöstliche Teil zeigt nach außen vier Stockwerke. Das Kolosseum war nicht nur eine architektonische, sondern auch eine bis ins letzte durchdachte logistische Meisterleistung.

Das Volk betrat über nummerierte Tore die Zuschauerränge, dem Kaiser waren die beiden Eingänge in der Querachse, den Gladiatoren die beiden in der Hauptachse vorbehalten. Aus der Wand ragende Travertinblöcke trugen Holzmasten, von denen aus Sonnensegel über die Zuschauerränge gespannt waren. Etwa 50.000 Zuschauer konnten den Spielen beiwohnen. Die Arena verfügt über ausgedehnte Unterbauten, in denen Tierkäfige, Lager und mechanische Hebevorrichtungen Platz fanden.

Im Mittelalter stürzten Teile des Bauwerks bei Erdbeben ein, dann war es Festung römischer Adliger und Steinbruch. Papst Benedikt XIV. weihte das Kolosseum zur christlichen Stätte. Das Bronzekreuz neben der Arena wurde 1926 aufgestellt.

Reisepakete werden geladen