Königswinter

Untrennbar mit dem berühmten Drachenfels verbunden ist Königswinter, die Stadt zwischen Rhein und Naturpark Siebengebirge. Siegfried soll hier mit dem Drachen gerungen und diesen schlussendlich erschlagen haben. Tausende Touristen pilgern von hier aus alljährlich zur Drachenfelsruine, um die einzigartige Aussicht zu genießen.

Königswinter liegt zudem zu Füßen des bekannten Petersberges, welcher als Sitz der Alliierten Hohen Kommission große Bedeutung für die deutsche Nachkriegsgeschichte erlangte. Die Stadt selbst hält zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereit. Beispielsweise das SEA LIFE: Mehr als 6.000 Fische aus rund 100 Arten sind dort zu sehen.

Das Siebengebirgs-Museum in der Altstadt informiert unter anderem über Vulkane, Burgen, Klöster und den Weinanbau. Das Kloster Heisterbach galt über Jahrhunderte als geistlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Umgebung. Bis heute erhalten sind der imposante Chor der ehemaligen Abteikirche und einige Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das Klostergelände ist tagsüber frei zugänglich.

1913, zum 100. Geburtstag von Richard Wagner, wurde die Nibelungenhalle gebaut. Eine Gemäldesammlung zum "Ring des Nibelungen" und zum "Parsifal" sind hier zu sehen. 1933 entstand dann die Drachenhöhle, durch die man in den Reptilienzoo gelangt. Dort treffen Sie auf heute noch lebende Nachfahren der Saurier: Alligatoren, Kaimane, Stumpfkrokodile, Boas, Python, Anakondas und Echsen.

Die Modellbahnanlage in der Talstation der Drachenfelsbahn hat auf über 20 qm Fläche das Thema "Die Drachenfelsbahn-Trasse um 1927" aufgegriffen. Hier fahren Zahnradbahnen den Drachenfels hinauf, besuchen unterwegs Nibelungenhalle, Schloss Drachenburg und erklimmen den Berg bis zur Ruine. Alle Gebäude wurden originalgetreu nachgebaut.

Hoch frequentiert ist im Sommer die Rheinpromenade, entsprechend hoch ist daher die Anzahl der gastronomischen Betriebe. Insbesondere Weinlokale stehen hoch im Kurs bei den Besuchern, schließlich reifen an den Rheintalhängen besonders edle Tropfen. Verkaufsschlager: Das am Drachenfels angebaute "Drachenblut". Einmal im Jahr stehen die Orte am Rhein so oder so Kopf. Wenn die Wein- und Winzerfeste anstehen, kommt die rheinische Fröhlichkeit so sehr zur Geltung wie sonst nur im Karneval. Besonders gut ist die Stimmung am Marktplatz Königswinter und in Unkel.

Apropos Unkel: Das kleine, malerische Rheinstädtchen war die späte Wahlheimat von Willy Brandt. Der ehemalige Bundeskanzler lebte hier bis zu seinem Tod im Oktober 1992. Um das Andenken Brandts zu wahren, kann man im Rathaus das rekonstruierte private Arbeitszimmer des Friedensnobelpreisträgers besichtigen.

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