Karls Erlebnishof

„Karls“ knallroter Erdbeerspaß an der Ostsee

Es ist ein sommerrotes, süßes Feriendorf auf Usedom. Auf der einen Seite rauscht die Ostsee, auf der anderen liegt das Achterwasser. Und dazwischen? Hat „Karls“ Erdbeerwahnsinn ein neues Zuhause gefunden. Das Erlebnisdorf ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie – zum Shoppen und Schlemmen, Staunen und Stöbern.

Vor der Tür winkt Erdbär-Karlchen, ein Erdbeer-Springbrunnen plätschert und über dem Tor prangt eine Frucht in XXL. Wahnsinn, alles voller Erdbeeren hier. In „Karls Erlebnisdorf“ in Koserow ist die Erdbeere Chef. Das Millionenimperium, das seine Wurzeln auf einem Feld bei Rostock hatte, ist heute ein Mix aus Abenteuerspielplatz und Streichelzoo, Hofladen, Restaurant und Gläserner Manufaktur. Im Dorfplan Koserow gibt‘s 57 Attraktionen.

Alles aus und mit Erdbeeren: Brause, Bikinis, Bademäntel

Das Dorf selbst ist schon eine Attraktion. Die Betreiber sind Upcycling-Profis, sammelten für den neuen Park alte Steine, Bretter, Lampenschirme, Kaffeekannen und Baustellenfundstücke zusammen. Es ist das fünfte Erlebnisdorf, erst im März 2016 eröffnet, ganze 4,25 Hektar Gaudi mit 80 Mitarbeitern. Der Familienbetrieb rechnet mit 500.000 Besuchern pro Jahr – das macht  1.400 am Tag, bei 1.700 Einwohnern. Der Eintritt ist frei, aber die süße Verlockung so groß, dass kaum ein Gast den Hof ohne Erdbeereinkaufstüte verlässt: Es gäbe da Erdbeernudeln, Erdbeersecco, Erdbeerseife, Erdbeerkaffee, Erdbeersenf, Erdbeerbikinis, Erdbeerohrringe, Erdbeerbrot, Erdbeergummistiefel – und im Sommer auch einfach frische Erdbeeren.

Manufakturen zeigen kulinarische Meisterwerke

Was für ein erdbeercooler Tag: Kinder können die Kartoffelsackrutsche hinuntersausen, Gold schürfen, Traktor fahren, Ziegen streicheln oder auf Ponys reiten. Mehrmals täglich lassen sich die Hofhandwerker bei der Arbeit über die Schulter schauen: in der Bonbon- und Schokoladen-Manufaktur und in der Kaffeerösterei, beim Brot backen und Marmelade kochen. In der „Pfannkuchenschmiede“ ganz am Ende des Parks werden süße Kinderträume wahr. Gleich daneben ist der hauseigene Burgergrill mit Kreationen wie dem „Strawberry-Deluxe" und dem „Meck-Mähdrescher".

Alle Erdbeeren wachsen rund um Rostock – 5.000 Tonnen ernten die Pflücker an den 80 Saisontagen. In der Nähe fing auch alles an. 1921 gründete Opa Karl einen kleinen Bauernhof, seine Erdbeeren wurden der Renner auf dem Wochenmarkt. Die Familie musste später nach Ostholstein flüchten, belieferte jahrzehntelang die Marmeladenfirma Schwartau. Opa Karl rauchte Zigarre, trug immer Anzug, sogar auf dem Feld. Jetzt führt die dritte Generation seine Erdbeerpassion fort: Enkelin Ulrike, Enkel Robert und dessen Frau haben „Karls“ zur einmaligen Erdbeer-Spaß-Fabrik aufgebaut. Eine Zeitschrift nannte es mal den „Apple unter den Erdbeeren“. Und wer sich vor dem Usedom-Urlaub schon mal kulinarisch einstimmen möchte: „Karls“ betreibt mittlerweile 400 Erdbeerverkaufsstände in Norddeutschland, Berlin und Leipzig.

Karls Erlebnisdorf, Zum Erlebnis-Dorf 1, 17459 Koserow, liegt direkt an der Usedomer Bäderbahn (UBB), Haltestelle „Koserow Bahnhof“ täglich 8.00 – 19.00 Uhr, auch sonntags Eintritt frei (auch Handwerker-Vorführungen), einige Attraktionen kostenpflichtig

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