Johannesbad Therme Bad Füssing

Die Größte: Im Heilwasser des Füssinger Bäderkönigs

Das kleine Örtchen Bad Füssing bei Passau könnte eigentlich besser "Bad Flüssig" heißen. Es hat nur 7.000 Einwohner, aber gleich 100 herrlich blubbernde Entspannungsbecken. Angefangen hat der Badespaß mit dem heilkräftigen Thermalwasser Mitter der 1950er Jahre, 1969 eröffnete die Johannesbad Therme. Heute ist sie die größte Therme Deutschlands.

Rauschend branden die Wellen an den kleinen Strand. Im Becken herrscht mächtig Seegang. Draußen dümpeln Urlauber durch den 100-Meter-Strömungskanal. Andere lassen sich im Salzwasser der Felsengrotte treiben. Die Johannesbad Therme hat gleich 13 verschiedene Becken (sechs draußen, sieben drinnen) mit 4.500 Quadratmetern Wasseroberfläche. Sicher, die Karibik ist es nicht, aber das Wasser hat immerhin tropische Kuscheltemperaturen von 29 bis 37 Grad. Und während man so vor sich hin chillt, sickern auch noch heilkräftige Mineralien in den Körper, ganz von allein. Kein Wunder, dass Bad Füssing der meistbesuchte Kurort Europas ist.

Heißes Wasser aus 1.000 Metern Tiefe

1964 zapfte das Arzt-Ehepaar Angelika und Eduard Zwick die Quelle in 1.000 Metern Tiefe an. 30 Jahre zuvor hatten Arbeiter im Ort schon mal gebohrt, für die Mineralölindustrie. Statt Erdöl fanden sie "nur" heißes Wasser. Die Zwicks wurden auch ohne Öl reich und berühmt. Sie eröffneten ihre Therme und benannten sie nach ihrem Sohn. Vater Dr. Eduard Zwick stieg zum "Bäderkönig" auf - und wurde Multimillionär.

Bewährte Rücken-Wohltat

Tag für Tag strömen heute mehrere hunderttausend Liter Heilwasser in die Becken. Die Johannesquelle ist als Heilquelle staatlich anerkannt. Ihr spezieller Sulfid-Schwefel hilft insbesondere bei Gelenkerkrankungen, Rheuma und Rückenproblemen. Die Wärme sorgt für tiefe Entspannung. Praktisch: Da die Quelle ursprünglich 56 Grad hat, können auch die Außenbecken ganzjährig mit warmem Wasser gefüllt werden. Unter freiem Himmel gibt's sogar ein 30-Meter-Becken für Schwimmer. Und im Sommer stehen ganz viele Liegen auf 60.000 Quadratmetern Sonnenwiesen bereit. Aber auch drinnen lohnt sich das Hinlegen. Je nach Laune können Badegäste fünf Ruhezonen im zweiten Stock ansteuern: "Strand & Meer", "Orient", "Asien", Licht & Wärme" und "Bilderwelten & Sphärenklänge". Und während man so daliegt und träumt, könnte man ja mal die nächste Aktivität in Erwägung ziehen. Es gäbe da noch: Saunen, XXL-Whirlpools, Massagen, Schwefelgasbäder, Fitnesscenter, Aquakurse, Friseur, Maniküre, Pediküre, einen Laden … Oder auch das Wiener Café, ein Restaurant und die Poolbar. Für eine nachhaltige Entspannungswirkung ohne Wellnessstress. Ommmm.

Johannesbad Therme Bad Füssing, Johannesstraße 2, 94072 Bad Füssing

Therme Mo. - Sa. 7.30 - 21.00, So. 7.30 - 18.00; Sauna Mo. - Sa. 11.00 - 21.00, So. 9.00 - 18.00

Tageskarte Bäder 14,- Euro, Tageskarte Saunen 12,-Euro; Tageskarte Bäder und Saunen 18,- Euro,
Kinder 0 - 4 Jahre 7,- Euro (ohne Sauna);
Spezialticket Therme und Sauna für 10,- Euro: Sa./So. ab 13.00, Mo. - Fr. ab 16.00 (Nov. - Ende März) bzw. ab 17.00 Uhr (April - Ende Okt)

Foto: Kurverwaltung Bad Füssing

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