Jesolo

Jesolo ist ein Touristenstädtchen an der Oberen Adria mit vielen Gesichtern. Einerseits Seebad, andererseits archäologische Stätte mit zahlreichen Bauwerken aus dem Mittelalter und der Römerzeit. Die Stadt in Venetien hat seit ihrem Entstehen schon einige Schicksalsschläge erlebt. Heute ist Jesolo in zwei Teile gegliedert. Jesolo Paese, etwa zwei Kilometer vom Strand entfernt, und das heute bedeutsamere Lido di Jesolo an der Lagune von Venedig. Lido di Jesolo wird umschlossen von zwei Flussarmen, dem Sile, an dessen Mündung der Leuchtturm aufragt, und dem Piave, der an seiner Mündung den kleinen Fischerort Cortellazzo beherbergt.

Am 15 Kilometer langen Sandstrand von Lido di Jesolo kann man herrlich sonnenbaden, spazieren gehen oder Sport treiben, sei es zu Land oder zu Wasser. Hier gibt es Schwimm- und Tauchkurse, Segel- und Wasserskischulen, Jetskiing und Paraflying. Die Ausrüstung kann natürlich auch immer ausgeliehen werden.

Wer lieber Tennis spielt, sich gerne beim Beachvolleyball verausgabt oder doch lieber die Gegend vom Pferderücken aus erkundet, kommt in Jesolo auf jeden Fall auf seine Kosten. Golfen, Kart fahren, Fischen auf hoher See: Hier ist alles möglich. Auch die Natur rund um Jesolo ist einen Besuch wert. Viele Lagunen und Flüsschen, seltene Tier- und Pflanzenarten (besonders die Schwäne, die die Kanäle bevölkern) sind einen Ausflug wert. Detaillierte Informationen über die einzigartige Natur und Tierwelt bekommt der Besucher im Museo della Civica.

Jesolo, zur Zeit des Römischen Kaiserreichs unter dem Namen Equilium, Stadt der Pferde, als Vicus (Dorf) auf einer Insel in der Nähe der Piave-Mündung gegründet, war auf dem Wasserweg von Ravenna eine von vielen Etappen der Handelsschiffe, die sich dort in der Lagune vor starken Winden und Meeresstürmen schützen konnten. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches erlebte die Stadt eine erste Blütezeit, die sie vor allem dem Handel, der Flussschifffahrt und der Salzgewinnung zu verdanken hatte. Als große Teile der Bevölkerung nach Venedig abwanderten, verlor Jesolo jedoch wieder an Bedeutung. Drei Klöster und rund 40 Kirchen und Kapellen erinnern heute noch daran, dass die Stadt einst sehr wohlhabend war und großen Wert auf traditionelle Gläubigkeit gelegt hat. Das Stadtbild ist geprägt von vielen Kanälen und Seen, kleinen Wasserläufen mit schmucken Brücken und Promenaden. Zweifellos der beste Aussichtspunkt, um diese geographischen Besonderheiten der Stadt zu beobachten, ist die Glockenstube von San Giovanni Battista, der größten Kirche Jesolos an der Piazza Matteotti.

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