Hammelburg

Hammelburg, pittoreske Weinstadt an der Saale

Schon die Anfahrt von der Autobahn weckt Neugierde. Riesige Funkschüsseln stehen da an der Landstraße, sie dienten einst der Post. Dahinter der unter Naturschutz stehende Sodenberg, wegen seiner guten Thermik ein El Dorado für Gleitschirmflieger. Kaum ist die Stadt erreicht, erkennt man schon das prächtige Kellereischloss, das im Volksmund auch das Rote Schloss genannt wird. Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und diente den Fürst-Äbten von Fulda als Sommerresidenz. Heute beherbergt das barocke Schloss unter anderem die Tourist-Info, die Winzergenossenschaft und die Stadt-Bibliothek.

Dahinter erhebt sich das wuchtige Rathaus, das nach seiner Zerstörung beim verheerenden Brand 1854 wieder im neugotischen Stil aufgebaut wurde. Es ist zugleich der Startpunkt für die gut beschilderte "Hammelburger Altstadtrunde" - ein interessanter und leicht zu bewältigender Spziergang, der auch im Stadtmuseum Herrenmühle am Saale-Ufer vorbeiführt. Im schmucken Barock-Bau kann die Ausstellung "Brot und Wein" besucht werden.

Denn neben der Rolle Hammelburgs als traditionsreiche Garnisonsstadt, ist der Ort untrennbar mit dem Weinbau verbunden. Bereits im Jahr 777 wurde hier das Keltern der Trauben erstmals urkundlich erwähnt, der Muschelkalk-Boden an den Hängen rund um die Stadt sorgt für einen trockenen, anspruchsvollen Wein. Vier hauptberufliche Winzer gibt es, dazu das städtische Weingut. Zahlreiche Heckenwirtschaften in und um Hammelburg locken Urlauber wie Einheimische, Weinproben kann man unter anderem in der Vinothek im Rathaus machen. Auch der deutsche Papst Benedikt XVI. schwört auf den guten Tropfen aus Unterfranken, den "vinum benediktum" kann man vor Ort kaufen.

Weinberge, wohin man blickt. Auf einem malerischen Hügel oberhalb der Stadt thront Schloss Saaleck. Die Stadt betreibt hier seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einen eigenen Weinkeller. 15 verschiedene Rebsorten werden angebaut, ein Weinlehrpfad unweit der Burg vermittelt wissenswertes über den Weinbau der Region. Aber auch sonst lohnt der Besuch des Gemäuers aus dem 11. Jahrhundert, denn der Blick über Rhön und Saaletal ist zauberhaft.

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