Die Olympiahelden

Oberhof ist weit über die Grenzen Thüringens und Deutschlands hinaus ein Synonym für viele große Erfolge im Wintersport. Spar mit! Reisen dokumentiert an dieser Stelle alle Oberhofer Olympiasieger:

1972: Wolfgang Scheidel (Rodeln)

1976: Meinhard Nehmer, Bernhard Germeshausen (Bob, Zweier); Nehmer, Babock, Germeshausen, Lehmann (Bob, Vierer); Margit Schumann (Rodeln, Einsitzer); Hans Rinn, Norbert Hahn (Rodeln, Doppelsitzer), Hans-Georg Aschenbach (Skispringen)

1980: Nehmer, Musiol, Germeshausen, Gerhardt (Bob, Vierer); Bernhard Glass (Rodeln, Einsitzer); Rinn, Hahn (Rodeln, Doppelsitzer); Carola Anding (Skilanglaufstaffel); Frank Ullrich (Biathlon, 10 km)

1984: Wolfgang Hoppe, Dietmar Schauerhammer (Bob, Zweier); Hoppe, Wetzig, Schauerhammer, Kirchner (Bob, Vierer)

1988: Jörg Hoffmann, Jochen Pietzsch (Rodeln, Doppelsitzer)

1992: Mark Kirchner (Biathlon, 10 km); Kirchner (Biathlon, Staffel); Antje Misersky (Biathlon, 15 km); Stefan Krauße, Jan Behrendt (Rodeln, Doppelsitzer)

1994: Frank Luck, Kirchner, Sven Fischer (Biathlon, Staffel)

1998: Peter Sendel, S. Fischer, Luck, Katrin Apel (Biathlon, Staffel); Silke Kraushaar (Rodeln, Einsitzer); Krauße, Behrendt (Rodeln, Doppelsitzer)

2002: Kati Wilhelm (Biathlon, 7,5 km); Andrea Henkel (Biathlon, 15 km), Wilhelm, Henkel, Apel (Biathlon, Staffel), Manuela Henkel (Skilanglauf, Staffel), Stephan Hockey (Skispringen, Mannschaft), Lange, Kühn, Kuske, Erbach (Bob, Vierer)

2006: Bei den Olympischen Winterspielen in Turin war die deutsche Olympiamannschaft mit elf Goldmedaillen, zwölf silbernen und sechs bronzenen Medaillen mit Abstand das erfolgreichste Team. Thüringen war mit sechs von elf deutschen Goldmedaillen das erfolgreichste Bundesland bei den XX. Olympischen Winterspielen.

Die hervorragende deutsche Bilanz geht ganz wesentlich auf das Konto der grandiosen Biathleten, die allein elf Medaillen bei Olympia holten, darunter fünf goldene. Mit drei Goldmedaillen avancierte Michael Greis zum erfolgreichsten deutschen Teilnehmer, dreimal standen auch Kati Wilhelm (einmal Gold), Sven Fischer (zweimal Gold) und Martina Glagow (dreimal Silber) auf dem begehrten Turiner "Treppchen". Uschi Disl gewann ihre insgesamt neunte Medaille seit 1992, Ricco Gross die achte, darunter die vierte goldene mit der Staffel.

Im Bobfahren standen deutsche Athleten in allen drei Disziplinen ganz oben auf dem Podest, Pilot Andre Lange fuhr seine Teams zu zwei Olympiasiegen. Je vier Medaillen steuerten Rodeln und Skilanglauf - beide Staffeln erliefen Silber - zum ausgezeichneten deutschen Abschneiden bei. Die erfolgsverwöhnten Eisschnellläuferinnen, anno 2002 noch mit sieben Medaillen dekoriert, mussten diesmal mit dreien auskommen, darunter Gold im neuen Teamwettbewerb. Claudia Pechstein bleibt die erfolgreichste deutsche Sportlerin bei Winterspielen.

Nicht der "Sportler des Jahres 2005", Ronny Ackermann, sondern Georg Hettich war der Beste in der Nordischen Kombination mit je einer Medaille jeder Farbe. Ebenso überraschend gewann Amelie Kober, 18 Jahre jung, Silber mit dem Snowboard.

Deutschlands erfolgreiche Olympiateilnehmer sind nach der Rückkehr aus Turin begeistert in der Heimat empfangen worden. Mit Jubel aus 5000 Kehlen und einem großen Feuerwerk wurden Thüringens Olympioniken in Oberhof gefeiert. Das Team um die Doppel-Olympiasieger Sven Fischer und André Lange genoss in Oberhof das Bad in der Menge. Alle fünf Thüringer Goldmedaillengewinner haben ein Sportgymnasium besucht: Kati Wilhelm, Sven Fischer und André Lange in Oberhof, Daniela Anschütz-Thoms und Sabine Völker in Erfurt.

"Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte der dreifache Medaillengewinner Georg Hettich. "So einen Empfang habe ich mir nicht träumen lassen", sagte Stefanie Böhler. Die drei Medaillengewinner wurden in Schonach, dem Geburtsort des Kombinierers Georg Hettich, empfangen. In Oberwiesenthal durfte sich das Sextett in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

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