Die Handlung - Musical Der Hauptmann von Köpenick

Das Musical "Der Hauptmann von Köpenick", nach der gleichnamigen Tragikomödie von Carl Zuckmayer aus dem Jahr 1931, spielt in Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Es ist ein kritisches Zeitstück über die Entwürdigung des Einzelnen durch Staat und Bürokratie. In seinem Mittelpunkt steht der liebenswerte und tragische Wilhelm Voigt, der dabei zum Sinnbild des kleinen Mannes geworden ist und der sich allein gegen die Ungerechtigkeiten des gesellschaftlichen Systems zur Wehr setzt.

Wilhelm Voigt wäre gerne ein rechtschaffener Untertan, doch er scheitert immer wieder am alltäglichen bürokratischen Teufelskreis. Dem wegen kleinerer Delikte vorbestraften Schuster ohne Papiere wird die Aufenthaltsgenehmigung verweigert, solange er arbeitslos ist. Jedoch findet er nur Arbeit, wenn er eine Aufenthaltsgenehmigung vorzuweisen hat. Um seinen Pass zurück zu erhalten und damit auch vor Staat und Gesetz wieder als Mensch anerkannt zu werden, begibt er sich in einen Kampf gegen die Windmühlen scharfer Gesetzesvorgaben und absurder Beamtenmentalität.

Seinen Weg kreuzt dabei immer wieder eine Hauptmannsuniform des Preußischen Garderegiments. Doch letztendlich verschafft diese ihm eine spitzbübische Lösung: Als Hauptmann von Köpenick schlägt er schließlich die Obrigkeitstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen...

Fotos: Köpenicker Rathaushof Theater

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