Die Erfolgsgeschichte - Blue Man Group

Als sich im Jahr 1987 eine Gruppe von New Yorker Performance-Künstlern bei einer Aktion blau anmalte und im Central Park von New York City das Jahrzehnt der 80er beerdigte, war das der Ausgangspunkt für eine phänomenale Idee... Drei aus dieser Gruppe, Matt Goldman, Phil Stanton und Chris Wink, sowie zwei Trommler und ein Softwareentwickler, wollten im Big Apple eine Show kreieren, in der alles vorkommt, was sie selbst begeistert: Musik, Schauspiel, Kreativität, Kunst und jede Menge blaue Farbe. Ein Jahr später gründeten sie die "Blue Man Group". 1991 wurde dann im Astor Place Theatre die Weltpremiere gefeiert - natürlich mit dem Gründer-Trio Goldman, Stanton und Wink als Hauptdarsteller ihrer eigenen Show, den "Blue Men".

Anfangs noch ein Geheimtipp, wurden sie bald zur Sensation. Schon im ersten Jahr wurde ihre Bühnenshow mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Obie Award", dem "Lucielle Lortel Award" und dem renommierten "Tony Award" in der Kategorie "Unique Theatrical Production". Noch heute spielt die "Blue Man Group" im Astor Place Theatre und zählt zu den erfolgreichsten Shows New Yorks überhaupt.

Die Musik der drei Gründer ist einer der wichtigsten Bestandteile der "Blue Man Group". Das Debüt-Album "Audio" wurde im Dezember 1999 bei Virgin Records veröffentlicht und hat inzwischen Goldstatus. "Audio" wurde für einen Grammy in der Kategorie "Best Pop Instrumental" nominiert. Unter dem Label "Blue Man Group Records" sind bisher die Alben "Audio" und "The Complex" erschienen, beide sind auch in Deutschland erhältlich. In Deutschland bekannt wurde das blaue Trio übrigens durch einen Werbespot des Computerprozessoren-Herstellers "Intel".

Nach rund 1.000 Auftritten in New York verließen die drei Original-"Blaumänner" die Bühne und verwandelten ihre Produktion in ein erfolgreiches kreatives Entertainment-Unternehmen, das zuerst die USA eroberte und schließlich den Sprung über den großen Teich wagte: Am 9. Mai 2004 fand am Potsdamer Platz in Berlin die viel umjubelte Europa-Premiere der "Blue Man Group" statt.

Dass gerade die deutsche Hauptstadt als erster Spielort außerhalb des amerikanischen Kontinents die goldrichtige Wahl war, bringt Gründer Phil Stanton auf den Punkt: "Ein unglaublicher Erfolg, der selbst uns überrascht hat. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns damals hier in Berlin, zusammen mit unseren Partnern von Stage Entertainment, an die erste Premiere der Show außerhalb der USA gewagt haben. Viele Leute hatten uns damals gewarnt, die Deutschen seien überhaupt nicht mit den amerikanischen Zuschauern vergleichbar: steif und unemotional. Aber alle haben sich geirrt!"

Nach dem sensationellen Erfolg in Berlin gastierte die Show von Frühjahr 2007 bis Herbst 2008 in Oberhausen und im Jahr 2008 in Stuttgart. Danach traten die blauen Männer auch in der Schweiz (Basel und Zürich), in Österreich (Wien) und in Schweden (Stockholm) auf. Die Band, welche die drei Darsteller begleitet, spielt live und ist multibesetzt; das heißt, alle Musiker beherrschen mehrere Instrumente. In jeder Show kommen vier Musiker zum Einsatz - ein Schlagzeuger, ein Perkussionist, ein Zither-Spieler und ein Chapmanstick-, Bass- und Talkingdrumspieler.

Seit den Gründungsjahren ist das Team der weltweiten "Blue Men" auf rund 50 und das der Musiker auf über 60 Mitglieder angewachsen. Alle "Blue Men" wechseln turnusmäßig die Shows und sind an anderen Projekten in verschiedenen Kombinationen beteiligt. Was ursprünglich als eine Gruppe von drei Freunden begann, ist heute eine Organisation von etwa 500 Mitarbeitern. Weltweit haben bereits mehr als 25 Millionen Zuschauer die Shows der "Blue Man Group" bisher gesehen. Und ein Ende des "blauen Wunders" ist noch nicht in Sicht...

Fotos: Stage Entertainment

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