Der Kölner Dom

Der Kölner Dom ist mit 157 Metern Höhe nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche in Deutschland und die dritthöchste der Welt. Er ist zudem die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands - über sechs Millionen Menschen aus aller Welt besichtigen das epochale Bauwerk jedes Jahr, was etwa den Besucherzahlen des Eiffelturms entspricht.

Der Dom gilt mit 144 Metern Länge, 86 Metern Breite und 157 Metern Höhe als die größte gotische Kathedrale überhaupt, und viele Kunsthistoriker sehen in ihm eine einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der mittelalterlich-gotischen Architektur verwirklicht. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde der Kölner Dom 1996 in das Weltkulturerbe aufgenommen. Die atemberaubend große Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von 7.000 Quadratmetern ist bis heute nirgendwo übertroffen worden.

Er ist Wahrzeichen und zugleich Herz der Stadt Köln und steht auf einem Terrassenhügel, der seit Beginn der Stadtgeschichte als Kultstätte diente. Bei Ausgrabungen fanden sich Reste eines römisch-heidnischen Tempels, aber auch Spuren einer frühchristlichen Kirchenanlage, die wahrscheinlich im 6. Jahrhundert erweitert und im 9. Jahrhundert durch den "Alten Dom" unter Erzbischof Hildebold ersetzt wurde.

Wer den Domturm besteigen will, muss nicht weniger als 509 Stufen bis zur Aussichtsplattform in 95 Meter Höhe bewältigen. Doch die Mühe lohnt sich: Von dort oben genießt man einen überwältigenden, herrlichen Rundblick auf Stadt, Rhein und Umgebung.

Die Geschichte

Die Gebeine der Heiligen Drei Könige, 1164 durch Erzbischof Reinald von Dassel nach Köln gebracht, zogen Pilger aus aller Herren Länder nach Köln. Mitte des 13. Jahrhunderts beschloss darum das Domkapitel, eine Kathedrale im Stil der französischen Hochgotik als Grabeskirche zu errichten. Am 15. August 1248 legte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein. 1320 war der Chor mit der gesamten Innenausstattung fertig gestellt. Vor der Chorweihe 1322 wurde dieser Teil durch eine provisorische Wand geschlossen.

Im 16. Jahrhundert verlangsamte sich die Bautätigkeit immer mehr. Als sie im Jahre 1560 eingestellt wurde, waren errichtet: das Petrusportal mit Figurenschmuck, das überdachte südliche Langhaus bis etwa Kapitellhöhe, ein Teil des Südturms einschließlich seines zweiten Geschosses mit Glockenstube, sieben Gewölbe und die farbigen Renaissance-Fenster im nördlichen Seitenschiff. Die übrigen Teile des Langhauses und ein Teil des Querhauses waren mit Dächern versehen, so dass fast die gesamte Fläche des Domes für kirchliche Zwecke nutzbar war.

Über 300 Jahre lang bestimmte der gewaltige Torso mit einem großen Baukran auf dem unvollendeten Südturm das Panorama der Stadt. Um die Wende zum 19. Jahrhundert richtete die deutsche Romantik in ihrer Begeisterung für das Mittelalter das öffentliche Interesse jedoch wieder auf den unvollendeten Dom; der Weiterbau wurde als nationales Anliegen der Deutschen propagiert.

1814/16 wurde der mittelalterliche Fassadenplan wieder aufgefunden und 1842 legte König Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein für den Weiterbau. 1880 war das große Unternehmen mit einem immensen Kostenaufwand von 27 Millionen Mark vollendet - getreu den Plänen der Baumeister des Mittelalters. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom schwer beschädigt. Erst im Jahre 1956 konnte er in seiner Gesamtheit wieder seiner Bestimmung übergeben werden.

Der Dom in Zahlen:

Höhe: 157,38 m
Länge: 144,58 m
Breite: 86,25 m
Innenhöhe Mittelschiffe: 43,35 m
Innenhöhe Seitenschiffe: 19,80 m
Fläche der Westfassade: 7.000 qm
Fensterfläche (geschätzt): 10.000 qm
Dachfläche (geschätzt): 12.000 qm
Verbaute Steinmasse (geschätzt): 300.000 t
Stufen bis zur Turmspitze: 509
Anzahl der Glocken: 11
Größte Glocke: Die Petersglocke mit 24 t Gewicht
Plätze im Dom: 4.000
Unterhaltskosten: Jährlich ca. 10 Millionen Euro

Lage, Anfahrt

Der Dom ist unübersehbar und steht direkt neben dem Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe zum Rhein. Mit dem Auto ist der Dom gut erreichbar, da er bzw. der Hauptbahnhof bestens ausgeschildert ist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie bis zur Haltestelle Dom/Hauptbahnhof.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Kirche: November - April täglich 6.00 - 19.30, Mai - Oktober 6.00 - 21.00 (während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht möglich)
Schatzkammer: täglich 10.00 - 18.00
Propstei: Mo. - Fr. 8.30 - 13.00
Turm: Nov. - Feb. 9.00 - 16.00, Mrz./Apr./Okt.
9.00 - 17.00, Mai - Sep. 9.00 - 18.00
Eintritt: Schatzkammer 5,- Euro;
Turmbesteigung 3,- Euro;
Kombikarte (Schatzkammer + Turmbesteigung) 6,- Euro

(Schüler, Studenten und Behinderte bezahlen jeweils den halben Preis)

(Schüler, Studenten und Behinderte bezahlen jeweils den halben Preis)

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