Das antike Aquileia

Aquileia war mit 300.000 Einwohnern eine der größten Städte des römischen Reiches, heute leben hier 3.500 Menschen. Die Reste der römischen Stadt sind im Freigelände und in zwei Museen zu besichtigen. In der mittelalterlichen Kathedrale befindet sich das bedeutendste frühchristliche Fußbodenmosaik Italiens vom Anfang des 4. Jahrhunderts.

Die Stadt liegt am Fluss Natissa im heutigen Friaul (nördliches Italien). Die Bedeutung der Stadt ergab sich aus ihrer Funktion als wichtiger Verkehrsknotenpunkt bis in die Zeit der Völkerwanderung und ins hohe Mittelalter. Die Stadt entwickelte sich zu einer bedeutenden Handelsmetropole.

Eine neue geistige Blüte erlebte Aquileia ab 314 durch das Christentum, vor allem durch seinen Bischof Theodorus. Seit dem Jahr 572 galt der Bischof von Aquileia als Patriarch und damit als höchster Kirchenfürst gleich nach dem Papst. Nach der Flucht der Bevölkerung auf die Laguneninsel Grado wurde auch das Patriarchat dorthin verlegt. Später gab es zwei miteinander konkurrierende Patriarchen, in Aquileia und in Grado, noch später zusätzlich in Cividale, Udine und Venedig.

Im Jahre 452 wurde die Stadt von den Hunnen unter Attila zerstört. Nur wenige hundert Einwohner überlebten den brutalen Überfall.

Heute ist die Stadt nach einer Urbarmachung und Bodenreform wieder lebendig und entwickelte sich u. a. wegen ihrer Kunstschätze. Bemerkenswert sind:

  • der römische Fluss-Hafen, das Forum, die Via Sacra
  • aus der Patriarchenzeit die Basilika mit den bedeutenden Fußbodenmosaiken
  • Nationales Archäologisches Museum und Frühchristliches Museum.
  • Römerstraßen, Aquädukt und Reste anderer Infrastrukturen

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