"Carmen" - Die Handlung

Liebe, Eifersucht, Freiheit, Stierkämpfe und Mord - das sind die spannenden Zutaten für diese dramatische Oper von Georges Bizet mit ihren bekannten Arien. Doch als das Werk 1875 in Paris zur Uraufführung kam, war das Publikum alles andere als begeistert. Die teilweise sehr direkten Verführungsszenen verstießen gegen den gutbürgerlichen Geschmack und schockierten so manchen Besucher im Parkett. Das änderte sich erst, als "Carmen" in Wien Einzug hielt. Seitdem gehört das Bühnenstück in vier Akten mit seiner stimmigen Musik zu einem der größten Welterfolge der Operngeschichte. 

Alles beginnt mit Carmens Auftritt in Sevilla. Alle Männer sind sofort von der attraktiven Dame hingerissen, doch Carmen weist sie ab. Während die Zigarrendreherin noch über die Art der Liebe nachsinnt, gerät sie mit einer Kollegin in Streit und verletzt sie dabei mit einem Messer. Daraufhin wird Carmen ins Gefängnis geführt. Wie eine Stimme aus der Vergangenheit bittet derweil Don Josés Jugendfreundin Micaela, den letzten Willen seiner Mutter zu erfüllen: sie zu heiraten. Doch der Sergent ist zwischen Pflichtgefühl und Begehren hin- und hergerissen. Als Wärter von Carmen, wider seinen Willen von ihr bezaubert, lässt er sie fliehen. Zur Strafe kommt er selbst in Haft.

Derweil amüsiert sich Carmen mit ihren Freunden in einer Schänke und lernt den feurigen Stierkämpfer Escamillo kennen. Sie ist beeindruckt, wartet aber verliebt auf Don José. Noch einmal tanzt sie einen hingebungsvollen Tanz für ihren Liebsten und hält ihn gar ab, dem Zapfenstreich zu folgen, der José zurück in die Pflicht ruft. Stattdessen soll er mit ihr in die Berge fliehen. Er zögert zunächst, aber eine handgreifliche Auseinandersetzung zwingt ihn schließlich doch zur gemeinsamen Flucht.

Während sie in den Bergen mit ihren Zigeunerfreunden campieren, treffen Don José und Escamillo aufeinander. Beinahe kommt es zum Kampf, doch schließlich lädt der Stiermatador ihn in die Arena ein - dank Carmens Einschreiten. Auch Micaela erscheint, um José die Todesnachricht seiner Mutter zu überbringen. Sie bittet ihn, mit ihr zu kommen, aber José lehnt ab.

So treffen sich alle vor der Stierkampfarena wieder. Carmen an der Seite von Escamillo, während der eifersüchtige José sich im Publikum verbirgt. Nun, wo ihr sein Herz gehört, weist sie José zurück und pocht auf ihre Freiheit. Rasend vor Wut ersticht er sie, während die Menge im Hintergrund Escamillos Sieg über den Stier bejubelt. José sinkt verzweifelt über dem Körper seiner Liebsten zusammen.

Foto: Theater Erfurt

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