Bunkermuseum - Frauenwald (Thür. Wald)

Lage, Anfahrt

Das Bunkermusem befindet sich auf dem Areal des Waldhotels Rennsteighöhe in Frauenwald im Thüringer Wald.

Führungen, Eintrittspreise

20. 4. - 2. 11.: täglich, stündlich 10.00 - 17.00
3. 11. - 20. 12.: Sa./So. stündlich 10.00 - 16.00;
Mo. - Fr. 11.00, 14.00, 15.00
21. 12. - 1. 3.: täglich, stündlich 10.00 - 16.00
2. 3. - 19. 4.: Sa./So. stündlich 11.00 - 16.00;
Mo. - Fr. 11.00, 14.00, 15.00
Eintritt: Erwachsene ab 17 Jahre 5,50 Euro; Studenten 4,- Euro;
Kinder 6 - 16 Jahre 2,50 Euro
(Dauer einer Führung ca. 50 Minuten)

Für die Besucher des Bunkermuseums offenbart sich in einer Führung ein Einblick in die jüngste Geschichte Ostdeutschlands. Wer sich auf die Exkursion begibt, hat zuvor meist wenig über Bunker hören oder diese gar besichtigen können. Während eine Vielzahl von Bunkern als Gefechts- und Schutzanlagen erbaut wurden, handelt es sich bei der Anlage am Hotel "Rennsteighöhe" um einen Führungsbunker, ähnlich denen, die schon im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen.

Im Ernst- bzw. Kriegsfall sollte er der Bezirkseinsatzleitung des Ministeriums für Staatssicherheit zur Gewährleistung ihrer Führungsaufgaben dienen. Ein Schutz gegen jegliche Art von militärischen und kriegerischen Handlungen war daher unerlässlich.

In der Zeit des kalten Krieges erbaut, verfügte der Bunker über modernste Nachrichtentechnik, eigene Stromversorgung, Telefon, Fernschreiber, mobile Funktechnik und diverse Abhöreinrichtungen.

Die Tarnung war nahezu perfekt, was sich schon aus der Gliederung des gesamten Objektes ergibt. Die stationierte Mannschaft war von der Stärke, sowie von der Bewaffnung in der Lage, die Selbstverteidigung zu gewährleisten.

Bei atomarer Einwirkung, jedoch nicht bei atomarer Verstrahlung, war sowohl die Besatzung des Bunkers, als auch die Nachrichtentechnik einschließlich der Stromversorgung gesichert.

Ein ausgefeiltes System lebenserhaltender Maßnahmen sicherte das Überleben für 1 Jahr (im Atomskriegsfall jedoch für 6 - 8 Tage).

Dies galt auch für den Einsatz chemischer Waffen. Erreicht wurde dies durch die hermetische Verschlussfähigkeit des gesamten Bunkerraumes zur Außenluft, durch dichten Beton, Türen und Schleusen mit erforderlichen Schutzkleidungen und Entaktivierungsanlagen und der damit verbundenen Sicherung der Atemluft mit Hilfe von Ventilatoren, Filtern und der separaten Sauerstofferzeugung.

Diese Anlagen sind teilweise noch heute im Original zu besichtigen.

Die Sicherung der Stromversorgung, besonders der Nachrichtentechnik, war durch Batterien, Umformer und eine eigene Notstromversorgung außerhalb des Bunkers gewährleistet. Weiterhin gab es außerhalb des Bunkers (im heutigen Hotel) einen Lagebesprechnungsraum und mehrere Notunterkünfte. Zur Aufrechterhaltung und Erweiterung der Wirksamkeit des Bunkers, auch unter Kriegsbedingungen, gab es die materiell-technische Basis, eine Lagerhalle über dem Bunker, welche jedoch nach der Wende zusammen mit der Nachrichtentechnik und streng geheimen Führungskonzepten leer geräumt wurde.

(Text: Bunkermuseum Frauenwald)

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