Bergamo-Infos kompakt

Zeitreise ins Mittelalter: Bergamo ist verzaubert

Sie wollen etwas wirklich Einmaliges in Ihrem Urlaub erleben? Etwas, dass man nur hier und nirgendwo sonst findet? Dann machen Sie doch mal eine Zeitreise! Fahren Sie nach Bergamo und tauchen Sie innerhalb von fünf Minuten (die Zeit, die die Seilbahn in die Oberstadt "Città alta" braucht) ab ins Mittelalter. Dass Sie dort angekommen sind, sehen Sie sofort: 16 Bastionen schmücken den mächtigen Mauergürtel um die Stadt und lassen 2000 Jahre Belagerungen lebendig werden.

Denn Bergamo wollten alle haben: Erst die Gallier, dann die Römer, die Langobarden, die Visconti und natürlich auch das mächtige Venedig. Selbst die Österreicher wurden hier kurz heimisch, ehe die Stadt endlich an Italien fiel. Dabei ist es nur zu verständlich, dass es sie alle hierher zog. Die Lage ist toll, die Aussicht super und eine so schöne Altstadt ein lohnender Besuch für jeden.

Eigentlich fehlen nur noch die alten Fuhrwerke und entsprechend kostümierte Menschen, damit Sie sich wirklich wie im Mittelalter fühlen. Aber das würde viel zu sehr von den vielen Sehenswürdigkeiten ablenken, wegen derer Sie ja hergekommen sind. Zum Beispiel die Piazza Vecchia mit ihrem von acht Löwen geschmückten Brunnen oder der 230 Stufen hohe Wehrturm Torre Civica, der Sie mit seiner Aussicht belohnt. Ein Hingucker inmitten der verwinkelten, mittelalterlichen Gassen ist auch der Palazzo della Ragione. Die Arkaden, venezianisches Maßwerk und ein Relief des Markuslöwen werden Sie begeistern. Im Obergeschoss lassen sich zudem wertvolle Fresken aus dem 14. - 16. Jahrhundert bestaunen. Auch am Dom kommt man nicht vorbei, beeindruckender ist allerdings die dreischiffige Kirche Santa Maria Maggiore. Abwechslung in den unveränderten Kern bringen Beispiele aus der Hochrenaissance. Sicherlich werden Sie Ihr Lieblingsgebäude in dieser beeindruckenden Auswahl finden.

Für Musikliebhaber empfielt sich ein Besuch des Donizetti-Museums. Sie wissen schon, "Don Pasquale" oder "Lucia di Lammermoor". Der Opernkomponist (1797 - 1848) wurde in Bergamo geboren, woran im Frühjahr die Musikwochen erinnern.

Um sich langsam an die Moderne zu gewöhnen, können Sie ja noch einen Abstecher in die Unterstadt "Città bassa" machen. Am besten nehmen Sie die Treppe, die Sie direkt zur Piazza Carrara bringt. Hier steht die Accademia Carrara, ein spätklassizistischer, also nahezu "moderner" Bau mit bedeutender Gemäldegalerie. Richtung Zentrum können Sie dann durch die Arkaden mit luxuriösen Geschäften schlendern, und wenn Sie am Ende Ihr Auto auf dem Parkplatz wiedergefunden haben, heißt es leider schon: Zurück in die Zukunft!

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