Südtirol-Infos kompakt

Südtirol - mediterranes Flair und Gipfelstürmer

Südtirol hat die gängigen Klischeehürden mit Bravour genommen und ist längst auf der Höhe der Zeit. Mit avantgardistischen Hotels, edlen Spas, einer kreativen Gourmet- und Winzerszene sowie pfiffigen Designern.

Die spannendsten Reisen beginnen dort, wo die Straßen enden. Nach der Kurverei zwischen den dunklen Lärchen im Pfossental verliert sich unsere Piste an der alten Almwirtschaft "Vorderkaser" im plüschigen Moos. Es ist noch so früh an diesem Morgen, dass Jagdaufseher Moritz Santer kaum von einem Bären zu unterscheiden ist.

Kalte Böen aus der Bergwildnis der Texelgruppe klatschen einem wie eine eisige Dusche an die Stirn. Moritz will uns bergan stolpernden Städtern die Augen öffnen. Im Pfossental tapst und pfeift, knabbert und klopft es fast hinter jeder Lärche und Alpenrose. Ein richtiges Tierparadies ist das, besonders am frühen Morgen, wenn die pelzige Alpenfauna sich bis auf den Talgrund wagt.

Wir gehen keine fünf Minuten, als der Mann aus den Bergen in der Dämmerung eine Gams mit Kitz entdeckt, wenig später stellen sich weiter oben ein paar Steinbock-Machos unter den Felsen ein. Fette Murmeltiere schieben sich träge auf ihre steinernen Aussichtsposten. Sie trauen wohl ihren müden Knopfaugen nicht, dass es die Menschen heute schon vor den Nagern aus den Federn geschafft haben. Nur die Steinadler schlafen noch. Kaum zu glauben, aber die Adler sind fast schon eine Plage, weil sie sich permanent "fortpflanzen", grinst Moritz. Allein im Pfossental soll es gleich mehrere Paare geben.

Moritz bewegt sich so souverän, als hätte er nie was anderes gemacht. Es gab eine Zeit, da war er - Typ Sky Dumont, nur doppelt so breit - Skilehrer. "Ich hab' aber bald gespürt, dass mir die Berge pur und ruhig viel besser gefallen", resümiert er hinter seinem Fernglas. Und hat schon wieder etwas entdeckt. "Wo?"

"Da, da oben! Ein ganzes Rudel Gämsen!" Moritz hat Augen, die wirklich sehen, und Ohren, die richtig hören. Was das heißt in diesen Bergen, wissen wir nun. Wir hätten allenfalls die Kühe entdeckt, die uns kurz vor der Umkehr von der Rableid-Alm im Halbschlaf entgegen bimmeln. Und, ein Traumjob, Moritz? "Wenn man mit der Einsamkeit klarkommt, auf jeden Fall." 8 Uhr. Jetzt noch mal schlafen. Ausruhen für den nächsten Almrausch.

(Quelle: Abenteuer und Reisen)

Skigebiet Rittnerhorn

Klein aber fein und (noch) ein Geheimtipp für Familien und Freunde des sanften Wintersports: das Skigebiet Rittnerhorn in Südtirol.

Ritten ist die Gebietsbezeichnung für ein Hochplateau, das sich zwischen den Flüssen Eisack und Talfer im Herzen Südtirols auf einer Fläche von 111 Quadratkilometern ausbreitet. Der Höhenrücken liegt nördlich der Landeshauptstadt Bozen, nur wenige Kilometer von Oberbozen entfernt.

Das Rittner Horn wird als "schönster Aussichtsberg im gesamten Alpenraum" bezeichnet. Kein Gipfel versperrt auf 2.260 Metern Höhe die Sicht auf die Traumwelt der Dolomiten und die Eisriesen des Alpenhauptkammes, von der Ortlergruppe bis hin zur Zugspitze. Fantastische Aussichten also für Skifahrer, Snowboarder und andere Schneehasen.

Statt extremer Abfahrten familiengerechte, breite Pisten. Statt riesiger Bettenburgen überschaubare Hotels, die sich in die idyllische Berglandschaft einfügen. Statt Massentourismus sanfter Wintersport. Die unglaublich vielen Sonnenstunden müssen Sie hier bestimmt nicht mit tausend anderen teilen!

Skipässe kosten kein Vermögen und in den Restaurants auf dem Berg findet jeder hungrige Wintersportler auch Gerichte für den kleinen Geldbeutel. Abgezockt wird hier niemand. Denn den Einheimischen geht es um die Erhaltung der natürlichen Umwelt und darum, der ganzen Familie einen fröhlichen Freizeitspaß zu ermöglichen.

Und das fängt schon bei den ganz kleinen Skihasen an. Für die Kleinsten gibt es bei der Mittelstation einen Skikindergarten, inklusive Förderband. Top ausgebildete Skilehrer zeigen hier Ihren Kids, wie sie sich sicher auf den Brettern halten können.

Abseits der Skipisten können Schneeschuhwanderer und Tourengeher durch die Landschaft stiefeln. An der Talstation der Kabinenbahn wartet bereits ein heißer Glühwein: im Iglu und in Zenti’s Tanz-Pub.

Das Skigebiet im Überblick

  • von 1.530 bis 2.270 Metern ü. M.
  • rund 15 km Pisten, davon 10 km leichte (blaue), 3 km mittelschwere (rote) und 2 km schwierige (schwarze) Pisten
  • 10 km künstlich beschneite Pisten
  • eine moderne neue 8-er Kabinenbahn, Länge 2.230 m (von der Talstation Pemmern über die Mittelstation bis hoch zur Schwarzseespitze)
  • 2 Skilifte
  • 3 Langlaufloipen, Panoramahöhenloipe (35 km, klassisch und Skating, leicht), Lodenloipe (12 km, klassisch, mittelschwer), Loipe "auf der Schian" (5 km, klassisch, leicht)
  • 2 Naturrodelbahnen mit 4,5 km Länge
  • Eisschnelllaufring, 400 m, schnellste Freiluftbahn der Welt
  • Eisstadion Arena Ritten
  • Wolfsgrubener See (Eislaufen und Eisstockschießen)
  • Schneewanderwege (z.B. Panoramarundwanderweg Schwarzseespitze)
  • Skischulen
  • Skiverleih und -service

Fotos: Tourismusverein Ritten

Südtiroler Unterland

Die Urlaubsregion im Süden Südtirols genießt ein beinahe mediterranes Klima, in dem sogar exotische Früchte und Pflanzen gedeihen. Das Etschtal ist geprägt von hügeligen Weinbergen, Zypressen und Palmen. Im südlichsten Teil des Landes schlängelt sich entlang der Etsch die Südtiroler Weinstraße, von Terlan bis Salurn, vorbei am Kalterer See und den Ursprungsorten exzellenter Südtiroler Weine. Die Weinstraße, die zum Teil der antiken Römerstraße "Via Claudia Augusta" folgt, bringt Sie in kurzer Zeit nach Bozen, von wo aus es nur ein Katzensprung in die Dolomiten ist. Das Südtiroler Unterland bildet die Landes- und Sprachgrenze zum benachbarten Trentino und ist seit jeher Bindeglied zwischen zwei Kulturen. Dies ist deutlich erkennbar an den Bauten, den Dialekten und an den kulinarischen Spezialitäten in Kurtatsch, Margreid und Kurtinig.

Im Südtiroler Unterland können Sie das ganze Jahr hindurch Urlaub machen - und es wird Ihnen bestimmt nicht langweilig dabei! Kulturell Interessierten bieten sich zahlreiche romantische Burgen und Ruinen zur Besichtigung an. Familien kommen im Naturpark Trudner Horn, im Märchengarten-Park vom Weingut Tiefenbrunner Castel Turmhof in Entiklar oder bei einer Wanderung zur Bletterbachschlucht auf ihre Kosten. Anspruchsvolle Wanderer können Touren am Schwarz- und Weißhorn im östlichen Etschtal oder am Roen und am Mendelpass auf der westlichen Talseite unternehmen. Atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und die hügelige Talsohle sind Ihnen garantiert.

Wasserratten erwartet am nahe gelegenen, wunderschönen Kalterer See, dem wärmsten Badesee in den Alpen, ein vielfältiges Sportangebot: Schwimmen, Sonnenbaden, Surfen, Segeln, Fischen, Tretbootfahren und Rudern. Der neu angelegte Etschtal-Radweg, der inzwischen fast vollständig die Strecke Meran - Verona abdeckt - mit einer Abzweigung zum Gardasee - macht das Gebiet zu einem wahren Radlerparadies. Und im Winter können sich die Skihasen in den Skigebieten von Obereggen, Pampeago oder Jochgrimm nach Herzenslust bis in den April hinein austoben.

Kurtinig: Die kleinste Ortschaft im Süden Südtirols liegt inmitten der Etschtalsohle, direkt an der Südtiroler Weinstraße, umgeben von zahlreichen Biotopen. Dank des milden und sonnenverwöhnten Klimas ist Kurtinig ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Spaziergänge und Radtouren. Besonders im Frühling und Herbst können Sie zwischen den vielen Obstgärten und der sagenhaften Rebenlandschaft wunderschöne Naturschauspiele beobachten. Auch die Berglandschaft im höher gelegenen Mittelgebirge ist sanft und durch gut markierte und gepflegte Wege leicht zugänglich. Bei ausgedehnten Wanderungen sorgen Jausestationen und Landgasthäuser für eine gemütliche Rast bei einer typischen Südtiroler Marende mit Speck und Schüttelbrot.

Margreid: Margreid an der Weinstraße gilt als eines der schönsten Weindörfer Südtirols. Der historische Ortskern ist in seiner baulichen Struktur unverfälscht erhalten geblieben: Unzählige Adelshäuser, Bauten im Stil der deutschen Gotik, gemischt mit südländischer Renaissance und heiterem Barock. Steingerahmte Portale, gekuppelte Rundbogenfenster, Freitreppen, zierliche Loggias und viele kunstvoll gestaltete Fenstergitter verleihen dem Ort seinen besonderen Charakter.

Kurtatsch: Das Weindorf Kurtatsch thront wie auf einem Sonnenbalkon über dem Etschtal. Von der jahrhundertealten Weinbautradition zeugen prächtige Edelansitze und alte Bauernhöfe. Mehrere Wege winden sich zwischen verstreut liegenden aussichtsreichen Mittelgebirgsterrassen von Penon, Graun sowie auf die liebliche Hochfläche von Fennberg, die schon vor Jahrhunderten als Sommerfrische gerühmt wurde.

Schloss Trauttmansdorff

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff am östlichen Stadtrand von Meran sind Südtirols Besucherattraktion Nr. 1. 2005 wurde die Anlage zum schönsten Garten Italiens gekürt. Auf einer Fläche von 12 Hektar mit über 80 Gartenlandschaften aus aller Welt gehen Natur und Kunst eine einzigartige Verbindung ein.

Wie ein Amphitheater terrassenförmig angelegt, erstrecken sich die Gärten von Schloss Trauttmansdorff über einen Höhenunterschied von rund 100 Metern und bieten dadurch ein perspektivenreiches Panorama auf die umliegende Bergwelt, die Stadt Meran und die Gartenbereiche selbst: die Sonnengärten, die Wasser- und Terrassengärten, die Waldgärten mit Pflanzen aus Amerika und Asien und die Landschaften Südtirols.

Inmitten der Gärten thront Schloss Trauttmansdorff, in dem das Touriseum, das Museum zu 200 Jahre Tiroler Tourismusgeschichte, untergebracht ist. Teil der Anlage ist auch ein Restaurant, von dessen Terrasse aus sich ein herrlicher Blick auf die Gärten und auf die Kurstadt bietet.

Die günstigen klimatischen Verhältnisse in Meran erlauben es, in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff die bunte Vielfalt von 80 verschiedenen Gartenwelten in einem natürlichen und harmonischen Miteinander zu präsentieren. Das Spektrum reicht von der typischen Südtiroler Landschaft über japanische Reisfelder bis hin zu mediterranen Pflanzengemeinschaften; es umfasst Natur- und Kulturlandschaften aus Europa, Amerika und Asien als auch europäische und asiatische Beispiele von Gartenarchitektur.

Therme Meran

Schon seit über 150 Jahren prägt die Kur-Kultur das Leben und die Geschichte der Stadt Meran. 1836 wurde erstmals wissenschaftlich über die klimatischen Vorzüge Merans berichtet, wobei die Stadt als idealer Genesungsort, vor allem für Lungenkranke, beschrieben wurde. Für Erkrankungen des Verdauungstraktes wurde die heute noch bekannte und sich in der neuen Therme Meran wiederfindende Traubenkur empfohlen.

Prominente Gäste wie Richard Strauss, Franz Kafka, Rainer Maria Rilke und Kaiserin Sissi brachten der Stadt den Ruf als exklusiver Kurort ein. Europas Adel gab sich in Meran ein Stelldichein und so entstanden elegante Villen und Hotels, die das Stadtbild heute noch prägen - wie zum Beispiel die Wandelhalle und das prachtvolle Kurhaus. Neben Brausebädern und Dampfbädern wurden in Meran auch völlig neue Behandlungsmethoden wie etwa radioaktive Bäder, Vibrationsmassagen und Moorpackungen geboten.

Mit der neuen Therme ist Meran nicht nur um eine Wohlfühl-Attraktion sondern auch um ein architektonisches Highlight reicher. Der eindrucksvolle Kubus aus Glas und Stahl ist das Herzstück des neuen Thermengeländes an der Südseite der Passer. Der neu entstandene Platz zwischen Therme und Thermenhotel lädt zum gemütlichen Verweilen im Terrassencafé ein und bereichert die Stadt um einen attraktiven Treffpunkt.

Der große Park ist so angelegt, dass ein Bereich exklusiv den Thermengästen vorbehalten ist und ein weiterer auch öffentlich zugänglich ist.

Dadurch bietet der Park nicht nur den Thermenbesuchern, sondern allen Meranern und Gästen einen Ort der Ruhe mitten in der Stadt.

Lage, Anfahrt

Im Herzen von Meran, die Therme ist optimal ausgeschildert. Direkt unter dem Thermengelände befindet sich das Parking Thermae art drive in mit sieben permanenten Kunst-Installationen. Die außergewöhnliche Location hat die Künstler (Integral Ruedi Baur, Arnold Mario Dall'O, Eduard Demetz, Margit Klammer, Walter Niedermayr und Rudolf Stingl) zu ganz unterschiedlichen Interpretationen inspiriert.

Das art drive in bietet 560 Fahrzeugen Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe zur Therme und zum Stadtzentrum. Thermenbesucher können eine Stunde kostenlos parken.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Therme: täglich 9.00 - 22.00
Eintritt: Mo. - Fr. 2 Stunden 12,50 Euro, 3 Stunden 
13,50 Euro, Tageskarte 18,50 Euro; 
Sa./So./Fei. 2 Stunden 15,- Euro, 3 Stunden 
16,- Euro, Tageskarte 21,- Euro

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