Multimar Wattforum

Das Multimar Wattforum ist das größte und modernste Informations- und Bildungszentrum für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Spannend werden hier die Geheimnisse des einzigartigen Lebensraumes Wattenmeer präsentiert.

Neben 12 Groß-Aquarien und 17 Klein-Aquarien erwartet die Besucher eine multimediale Erlebnisausstellung für jedes Alter: Aktionsstationen, detailgetreue Landschaftsmodelle, interaktive Computereinheiten, Mikroskope und Kurzfilme informieren die Besucher auf vielfältige Weise.

Eine besondere Attraktion ist das Walhaus. In der Dauerausstellung "Wale, Watt und Weltmeere" tauchen die Besucher ab in die unbekannte Welt der Wale. Sie erfahren alles über den Schweinswal, den einzig heimischen Wal der Nordsee, und seine großen Verwandten in den Weltmeeren.

Im Zentrum steht das 17,5 Meter lange Modell eines 1997 gestrandeten Pottwals. In Deutschland einzigartig: Den Besuchern wird nicht nur die Möglichkeit geboten das aus 157 Einzelknochen bestehende Originalskelett zu entdecken. Der Wal ist zusätzlich, der Länge nach, über eine gesamte Körperhälfte mit einer naturgetreu gestalteten Kunststoffhalbschale versehen.

Im Multimar Wattforum schlüpft der Besucher selbst in die Rolle des Forschers und Entdeckers, denn hier wird kein trockenes Wissen vermittelt. Spiel, Spaß und Spannung sind garantiert. Aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Wattenmeerforschung werden in einer unterhaltsamen und leicht verständlichen Weise erklärt. Spielerisches Entdecken, Beobachten, Staunen, eigenen Fragen nachgehen, all das und noch vieles mehr erwartet die Gäste der Erlebnisausstellung.

Lage, Anfahrt

In Tönning, direkt am Eiderdeich, mit dem Auto über die Bundesstraße B 5. Wege zum kostenlosen Parkplatz sind ausgeschildert.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Museum: April - Oktober, täglich 9.00 - 18.00,
November - März, täglich 10.00 - 17.00
Eintritt: Erwachsene 9,- Euro; Kinder (4 - 15 Jahre) 6,- Euro

Aquarium Sylt

Heute gibt’s Fisch! Und zwar im Sylt Aquarium

Fische gucken, aber nicht nur so lüttsche. Direkt vor den Dünen Westerlands zeigt das Aquarium Sylt die gigantische Fischwelt der Nordsee und Tropen. Im Panoramatunnel sind selbst Seewölfe, Rochen und Haie zum Greifen nah. Kann der Wattwurm doch glatt einpacken.

Traumstrände, Wanderdünen und Deiche. Cafés, reetgedeckte Kapitänshäuser, Teestübchen. Ein paar frische Austern oder Fischbrötchen - es gibt wenige Gründe auf Sylt, nicht draußen unterwegs zu sein. Windstärke 9 ist einer. Das 2004 eröffnete Sylt Aquarium noch einer. Mehr als 150 Fischarten leben hier in 25 Salzwasserbecken, Nordseefische ebenso wie tropische Exoten. Tarnexperten, Aufpump-Poser, Knurrhähne - eine schillernde Unterwasserwelt mit großartigen Charakterköpfen, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Das Wasser für die Becken wird über eine unterirdische Pipeline direkt aus der Nordsee geschleust, gefiltert und braucht nicht mehr mit Salz aufbereitet werden. Das ist tatsächlich weltweit einzigartig.

Zwei Ozeane, zwei Gesichter

Zu den Highlights gehören die perfekte Simulation eines Korallenriffs und "Helgoland". Der Clou ist, dass beide Becken von einem je 10 Meter langen Panoramatunnel unterquert werden. Katzenhaie, Glatthaie und Rochen schweben über den Besucherköpfen hinweg. Eines ist auch klar: Nordseefische sind keine Bibberliesen, elf bis vierzehn Grad reichen ihnen zum Wohlgefühl. Doppelt so viel Wärme brauchen die Tropenverwandten - sommerliche 24 Grad. Sind aber auch wahre Prachtburschen, der Zitronen-Segelflossen-Doktorfisch, der Orangeringel-Anemonenfisch, der Juwelenfahnenbarsch …. Aber was fressen die eigentlich den lieben langen Tag? Jeden Tag Punkt 15 Uhr ist die beste Zeit, dies herauszufinden - Fütterungszeit.

Aldente und grätenfrei

Die Speisekarte des "49er Aldente", Restaurant im Sylt Aquarium, hält sich dennoch dezent zurück mit seinem Fischangebot. Im stilvollen Ambiente mit Holzfußboden, Bullaugen und maritimer Deko gibt's hausgemachte Pizza, Pasta und andere Köstlichkeiten. Ganz normale Fischstäbchen dürfen‘s aber auch auf Sylt gern sein.

Täglich geöffnet 10.00 - 19.00, ab 16 Jahre 13,50 Euro, Kinder 4 - 15 Jahre 10,- Euro

Fotos: Pixabay

Zentrum Naturgewalten Sylt

Das Geheimnis tausender Spaghettihäufchen

Lediglich der Name klingt etwas sperrig: Erlebniszentrum Naturgewalten. Ansonsten großes Kino. Ein interaktives, erstaunliches Museum über die Nordsee, ihre Naturwunder und das Klima auf Sylt. Klasse für Kinder, nicht nur an Schietwetter-Tagen.

Strandkörbe, Leuchttürme und ganze 200 Sonnenstunden mehr im Jahr als auf dem Festland - das ist Sylt von seiner Schokoladenseite. Trotzdem ist das Kratzen an den beliebten Syltaufklebern am Autoheck keine Witzvision. Sturm und Meer nagen so sehr an Stränden und Dünen, dass seit 1972 extra Nordsee-Sand angespült wird, damit das Land nicht verschwindet und zerfällt. Wie die Sylter damit leben und welche Kräfte auf dem beliebten Urlaubs-Eiland walten, das zeigt ein großes blaues Gebäude am Hafen von List: das Erlebniszentrum Naturgewalten.

Warum ist das so? Krabbenknopf!

Wie fühlt sich Windstärke 9 an? Wodurch entstehen Ebbe und Flut? Und wie schnell wandern eigentlich Wanderdünen? Insel-Zeitzeugen erzählen und Filme porträtieren die Naturgewalten auf der nordfriesischen Insel. Mehr noch: das Konzept des Erlebniszentrums animiert zum Anfassen, Ausprobieren, Mitmachen. Für ganz junge Besucher gibt es einen Krabbenknopf mit altersgerechten Erläuterungen. Wobei die niedlichsten Kulleraugen der Nordsee natürlich nicht fehlen dürfen: Robben. Eine Webcam zeigt Live-Bilder von der Vogelschutzinsel und Seehund-Sandbank Uthörn.

Nützliche Sandumwälz-Armee

Beim Gang durch den riesigen Wattunnel schärft sich indes die Perspektive für das Leben der kleineren Wattbewohner. Hier kämpfen Krebse und Muscheln bei extremen Wetterlagen ums Überleben. Hier graben sich Sandwürmer 20 - 30 cm in den Boden. Dass Wattwürmer nicht unbedingt schön, aber sehr nützlich sind, zeigt sich am deutlichsten an einem Phänomen: ihren Häufchen. Wattwürmer verputzen den Sand und scheiden ihn wieder aus. Jedes Jahr graben sie damit einmal das komplette Nordsee-Watt um. Die Basis für neues Leben. So unspektakulär also ein Watt auf dem ersten Blick scheint, hier ist wirklich was los. 2009 erklärte die UNESCO das Wattenmeer zum Weltnaturerbe.

Täglich geöffnet 10.00 - 18.00, Juli - August bis 19.00, Erwachsene 14,- Euro, Kinder 4 - 15 Jahre 8,50 Euro, Ermäßigte 12,- Euro

Fotos: Naturgewalten Sylt, Heiner Müller-Elsner

Nordsee in Schleswig-Holstein

Die Nordsee Schleswig-Holsteins - eine Region voller Vielfalt und Kontraste, geprägt von der endlosen Weite der Landschaft und des Meeres. Grüne Strände und weißer Sand, abwechslungsreiche Landschaften und Küstenabschnitte gesäumt von Deichen, vor denen sich das einzigartige Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen erstreckt. Beschauliche Dörfer und hübsche Städtchen laden zum Bummeln und Verweilen ein. Traditionelle Feste, kulinarische Besonderheiten, maritimer Charme und vieles mehr erwarten Sie.

Die Halligen: Langeneß, Oland, Hooge, Gröde, Nordstrandischmoor, Süderoog, Südfall, Hamburger Hallig, Norderoog und Habel sind einzigartig auf der Welt. Die zehn Halligen sind winzige Eilande ohne hohe Schutzdeiche, die wieder und wieder vom Salzwasser überflutet werden. Sie schützen die Küstenbewohner vor Sturmfluten und sind für die Vogelwelt ein Schlaraffenland, um den Nachwuchs groß zu ziehen.

Husum: Die Stadt der Nordseekrabben und Theodor Storms ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Nordfrieslands. In nur 60 Minuten erreichen Sie mit dem Auto die idyllische Altstadt mit den engen Sträßchen, malerischen Gassen und alten Giebelhäusern. Gutes Essen und Trinken, eine Brise frischer Nordseewind und Hafenduft machen das Bild von der traditionellen Hafenstadt perfekt.

Nord-Ostsee-Kanal: "Logenplätze" gibt es überall entlang des Kanals - Wanderwege, die Fähranleger, die Hochbrücken, Aussichtsplattformen, die Schleusen, die Restaurants und Cafés mit direktem Kanalblick bieten herrliche Aussichtspunkte - egal welches Schiff gerade vorbei fährt. Die Schiffsbegrüßungsanlage direkt an der Rendsburger Schwebefähre unter der 2,6 km langen Eisenbahnbrücke begrüßt alle vorbeifahrenden Schiffe mit dem Dippen Ihrer Flagge und dem Spielen ihrer Nationalhymne.

Helgoland: Es gibt viele Inseln an der deutschen Nordseeküste, aber keine von ihnen ist mit Helgoland vergleichbar. Rund 70 km vom Festland entfernt hebt sich der mächtige, rote Buntsandsteinfelsen mit grünem Land aus dem Wasser und präsentiert sich Ihnen mit einer einmaligen Flora und Fauna und einem milden, vom nahen Golfstrom begünstigten Hochseeklima. Helgoland ist eine vielseitige Urlaubs- und Erlebnisinsel, ist Kurort und Heilbad zu allen vier Jahreszeiten. Dabei ist alles ein wenig anders, als Sie es von Helgoland vielleicht denken. Auf einem kleinen Streifzug über Helgoland lässt sich vielerlei Wissenswertes, Nützliches, Überraschendes und Nachdenkliches über Deutschlands einzige Hochseeinsel entdecken.

Nationalpark Wattenmeer

Neben der Hochregion der Alpen ist das Wattenmeer an der Nordseeküste das letzte flächendeckende Wildnisgebiet Europas. Vielen bekannt als Urlaubsziel ist die Schleswig-Holsteinische Nordeseeküste eine der drei deutschen Regionen, die als Nationalpark und Biosphärenreservat zur Bewahrung und nachhaltigen Entwicklung des Wattenmeeres beitragen (neben den Biosphärenreservaten Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer). Der Schleswig-Holsteinische Wattenmeer-Nationalpark ist der größte in ganz Europa. Das Gebiet des Biosphärenreservats wurde gemeinsam mit den Wattenmeergebieten in den Niederlanden und in Niedersachsen in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Ein besonderer Lebensraum sind die Salzwiesen entlang der Wattenmeerküsten. Dort leben 250 Tierarten und Ökotypen, die in keinem anderen Gebiet der Erde vorkommen. Das Wattenmeer ist das vogelreichste Gebiet Europas. Allein der schleswig-holsteinische Teil wird im Frühjahr und Spätsommer von mehr als zwei Millionen Watt- und Wasservögeln aufgesucht, die an den arktischen Küsten brüten; außerdem leben hier Seehunde oder Schweinswale. Die Halligen und die naturnah erhaltenen Salzwiesen prägen die Landschaft.

Ebenso gern wie die Vögel nutzt der Mensch die Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Jährlich 500.000 Urlauber unternehmen Wattwanderungen oder nutzen andere naturkundliche Angebote. Trotz des Tourismus blieben Natur und Kultur erhalten. Neben Plattdeutsch sprechen die Friesen bis heute ihre Sprache. Die Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Nordstrandischmoor und Hooge, auf denen knapp 300 Menschen leben, haben sich 2005 auf eigenen Wunsch dem bereits 1990 ausgewiesenen Biosphärenreservat angeschlossen und bilden seine Entwicklungszone. Landwirtschaft, Küstenschutz und Tourismus sind ihre Existenzgrundlage. Es wird nachhaltig gewirtschaftet und es gibt nun ein gemeinsames Marketing, mit dem Ziel, die Qualität des Angebots zu steigern und neue Gäste für das Halligleben zu begeistern.

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