Luxembourg Card

Mit der Luxembourg Card haben Sie freie Fahrt in allen Zügen und Bussen im Land sowie freien Eintritt in 74 Museen und Sehenswürdigkeiten des Großherzogtums.

Einige Gratis-Angebote im Überblick:

Luxemburg Hauptstadt und Umgebung

Luxemburg-Stadt: Bockkasematten, geführte Stadtbesichtigung, Museum der Geschichte der Stadt Luxemburg, MUDAM (Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean), Nationalmuseum für Geschichte und Kunst, Museum Dräi Eechelen, Villa Vauban - Kunstmuseum der Stadt Luxemburg

Bascharage: Brauerei Bofferding

Redange: Freizeit- und Badezentrum

Ardennen

Asselborn: Museum der Wassermühle

Clervaux: Museum der Ardennenschlacht (im Schloss Clervaux), Modellbauten von Luxemburger Burgen und Schlössern

Diekirch: Nationales Konservatorium historischer Fahrzeuge, Hallenbad, Rent-a-Bike

Ettelbruck: Touristischer Stadtrundgang

Vianden: "Victor Hugo"-Haus, Schloss von Vianden, Sessellift, Pumpspeicherkraftwerk, touristischer Zug "Benni", Geschichtsmuseum der Stadt Vianden

Wiltz: Nationales Museum für Braukunst

Region Mullerthal - Kleine Luxemburger Schweiz

Echternach: Abteimuseum

Larochette: Schloss von Larochette

Bech-Kleinmacher: Wein und Folkloremuseum "A Possen"

Die Mosel

Ehnen: Weinmuseum

Grevenmacher: Vermietung von Trekking-Bikes

Mondorf-les-Bains: Casino 2000, Easy-Golf und Tretboote, Luftfahrtmuseum

Das Land der Roten Erde

Esch-sur-Alzette: "Bains du Parc" Schwimmbad, geführte Mountainbiketour

Zusätzlich erhalten Sie auf 18 Sehenswürdigkeiten im gesamten Großherzogtum satte Ermäßigungen wie 30 % Rabatt auf eine Hop-On-Hop-Off Tour in Luxemburg Stadt und ebenfalls 30 % Rabatt auf eine Moselfahrt mit dem Luxusschiff "Princesse Marie-Astrid" ab Grevenmacher.

Achtung: Ausnahmsweise oder im Winter sind einige dieser Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen.

Preise

1 Tag:

pro Person 13,- Euro

Familienkarte 2 - 5 Personen 48,- Euro

2 Tage:

pro Person 20,- Euro

Familienkarte 2 - 5 Personen 28,- Euro

3 Tage:

pro Person 28,- Euro

Familienkarte 2 - 5 Personen 68,- Euro

(Preise sind jeweils inklusive Luxembourg Card-Führer mit detaillierten Infos. Senioren über 60 Jahre bekommen 10 % Ermäßigung auf die Karte für 1 Person).

Palais Grand-Ducal

Der großherzogliche Palast in Luxemburg ist als Wahrzeichen der Stadt in vielfacher Hinsicht interessant: Für die Luxemburger selbst symbolisiert er das Gefühl ihrer nationalen Unabhängigkeit; für die Historiker stellt er ein Element der Kontinuität in der Ausübung der administrativen Gewalt einer Stadt oder sogar eines Landes im Verlaufe der Jahrhunderte dar. Und für Kunst- bzw. Architekturliebhaber spiegelt er mit seiner Fassade den Einfluss des spanisch-maurischen Stils in dieser Region wider.

Geschichte des Palais

Ursprünglich diente das "Palais grand-ducal" als städtisches Rathaus und musste schon in den ersten Jahrhunderten einiges überstehen: Eroberung der Stadt durch die Burgunder im Jahre 1443, einen verheerenden Brand 1554, eine teilweise Zerstörung durch die Truppen Ludwigs XIV. im Jahr 1683 und die französische Herrschaft von 1795 bis 1814; auch Napoleon I. wohnte hier.

Ab 1815 war das Palais Sitz der Regierungskommission sowie der nachfolgenden Regierungen und diente dem König und Großherzog Wilhelm II. sowie Wilhelm III. als Wohnsitz bei ihren sporadischen Besuchen in Luxemburg. 1867 führten Umwälzungen und die Entmilitarisierung Luxemburgs zum Abzug der preußischen Garnison. Die Herrichtung des Palais für die ausschließliche Nutzung durch den Monarchen fiel mit der Übernahme der Krone durch das Haus Nassau-Weilburg im Jahre 1890 zusammen. Großherzog Adolf beauftragte den Brüsseler Architekten Bordiau und den Staatsarchitekten Charles Arendt mit umfangreichen Arbeiten. Unter anderem wurden die bestehenden Räumlichkeiten völlig umgestaltet und ein neuer Flügel im Hof errichtet. Nach vier Jahren war dann der Umbau zum großherzoglichen Palast vollendet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Palais unter der deutschen Herrschaft in eine Taverne umgestaltet. Die umfangreichen, wertvollen Gemälde- und Porzellansammlungen wurden aufgelöst, jedoch glücklicherweise später wiedergefunden. Gleich nach der Befreiung wurde das Palais restauriert und war nun wieder politischer Mittelpunkt des Großherzogtums. Jedes Jahr am 23. Juni strömt das Volk anlässlich des luxemburgischen Nationalfeiertages zum Palast, um dem Monarchen zuzujubeln.

Von 1964 bis heute wurden regelmäßig Renovierungsarbeiten durchgeführt, um den Ansprüchen der Ästhetik und des modernen Komforts gerecht zu werden. Im Zuge dieser Arbeiten sollten unter anderem zahlreiche Wohneinheiten (Salon, Schlafzimmer, Bad) für die Unterbringung ausländischer Gäste, vor allem bei Staatsbesuchen, hergerichtet werden. Die letzte, sehr umfangreiche Renovierung im Innen- wie Außenbereich begann Ende 1991 und dauerte bis 1996.

Funktion des Palais

Im Palais leistet der Monarch, der Großherzog, seine tägliche Arbeit. Mehrmals in der Woche kommt er mit seinen Mitarbeitern zusammen, die ihm über die laufenden Amtsgeschäfte Bericht erstatten. Er empfängt Persönlichkeiten, unterzeichnet Gesetze und Erlasse, prüft Gnadengesuche, liest Berichte, Anträge sowie Schreiben der nationalen und internationalen Presse.

Im Palais finden auch Akkreditierungszeremonien und Abschiedsaudienzen der beim Staatsoberhaupt akkreditierten Botschafter statt. Der großherzogliche Palast bildet ferner bei offiziellen Besuchen den Rahmen für internationale Zusammenkünfte. Außerdem sind in dem Palais Besucher untergebracht, dadurch kommt ihm bei den verschiedensten Zeremonien eine zentrale Bedeutung zu.

Im Festsaal der ersten Etage finden offizielle Empfänge statt. Im Königssaal auf derselben Etage werden die in Luxemburg akkreditierten Botschafter empfangen. Hier fand unter anderem am 9. April 1953 die standesamtliche Trauung von Großherzog Jean mit Prinzessin Joséphine-Charlotte von Belgien statt. Im selben Saal wurde am 12. November 1964 die Machtübergabe vollzogen, als Ihre Königliche Hoheit Großherzogin Charlotte nach 45-jähriger Herrschaft zugunsten ihres Sohnes, seiner Königlichen Hoheit Großherzog Jean, abdankte.

Lage

Das Palais grand-ducal, Stadtresidenz der großherzoglichen Familie, befindet sich nahe dem Zentrum und dem Place Guillaume II, mitten im Altstadtviertel an der Rue du Marché-aux-Herbes.

Öffnungszeiten, Eintrittspreise

Geöffnet:

täglich 9.00 - 20.00
letzter Einlass 17.00

Eintritt: Erwachsene ca. 10,- Euro; Kinder ca. 5,- Euro

Festungen und Kasematten

Zur Verteidigung dienten drei Festungsgürtel: Der innere Gürtel bestand aus Bastionen, der zweite aus 15 Forts und der dritte aus 9 Außenforts, die alle in den Felsen gesprengt waren. Die ersten Kasematten entstanden im Jahre 1644 zur Zeit der spanischen Fremdherrschaft. Der eigentliche Ausbau der Kasematten erfolgte 40 Jahre später durch den französischen Militäringenieur und Festungsbauer Vauban, im 18. Jahrhundert wurden sie durch die Österreicher weiter ausgebaut.

Die Befestigungsgänge waren auf verschiedenen Ebenen angelegt. Sie erstreckten sich auf einer Länge von 23 Kilometern und reichten bis 40 Meter in die Tiefe hinab. Insgesamt hatten die Befestigungsanlagen eine Ausdehnung von 180 Hektar, während die Stadt mit ihren Unterstädten nur etwa 120 Hektar einnahm. Über 40.000 Quadratmeter bombensicherer Räume waren ebenfalls in den Felsen der Stadt gesprengt. Sie umfassten nicht nur Aufenthalts- und Verteidigungsräume für Tausende von Soldaten, sondern auch die Werkstätten des Zeughauses (Arsenals), Küchen, Bäckereien, Schlachthaus usw.

Als Folge des Londoner Vertrages vom 11. Mai 1867 zwischen den Großmächten wurde die Festung geschleift. Nach der Schleifung im selben Jahr blieben 17 Kilometer der Kasematten erhalten. Seit 1933 können die Bock-Kasematten und Petruss-Kasematten von Besuchern besichtigt werden; im Zweiten Weltkrieg dienten sie auch als Luftschutzbunker. Die archäologische Krypta, didaktisches Vorzimmer der Bock-Kasematten, beherbergt die Ursprünge der Stadt Luxemburg. Neben den Konstruktionen der Burg der ersten Grafen von Luxemburg werden, dank moderner Techniken, Überreste der Festung erhalten, geschützt und wieder zur Geltung gebracht.

Von der gesamten Festung ist heute nur noch ein Zehntel sichtbar. Dennoch genießen die einzigartigen Festungsbollwerke weltweites Renommée und wurden ebenso wie die nicht minder geschichtsträchtige Altstadt im Jahr 1994 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

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