Lago Maggiore-Infos

Baden und Bildung: Am Lago findet jeder was

Aufgrund ihrer Lage ist die Region Lago Maggiore von Deutschland aus sehr gut erreichbar. Der Lago Maggiore ist ein Voralpensee, welcher geografisch im Westen zur norditalienischen Region Piemont, im Osten zur norditalienischen Region Lombardei und im nördlichsten Zipfel zum Schweizer Kanton Tessin gehört. Nach dem Gardasee ist der "Lago", auch Verbano genannt, der zweitgrößte See Italiens. Er ist 66 km lang, 2 bis 4,5 km breit, sein Umfang beträgt mehr als 170 km.

Das milde, teils subtropische Klima ist kennzeichnend für die Gegend und begünstigt eine üppige Vegetation (Palmen, Azaleen, Kamelien). An den Ufern des Sees liegen berühmte, international bekannte Orte, darunter Stresa auf der piemontischen Seite, Luino auf lombardischer Seite, Ascona und Locarno auf schweizerischem Boden.

Neben dem Lago Maggiore befinden sich in dieser Region noch sieben weitere, kleinere Seen, wie der Lago d'Orta oder der Lago di Mergozzo, welche man alle vom 1.491 m hohen Berg Mottarone aus sehen kann.

Der kristallklare und tiefblaue See bietet ideale Voraussetzungen für jede Art des Wassersports. Ob Segeln, Surfen oder Wasserski - sowohl Anfänger als auch Profis kommen hier ganz auf ihre Kosten. Typisch für den Lago Maggiore: Palmengesäumte Uferpromenaden, das ganze Jahr mildes Klima wie am Meer, zischende Fallwinde für Surfer und charmante italienische Städtchen, die zum Lustwandeln und Schlemmen einladen. An diesem See kann man noch unberührte Natur und echte Abenteuer erleben. Man kann gut entspannen und zum Beispiel einen ruhigen Anglerurlaub erleben. Im Winter kann man am Lago Maggiore sogar Ski fahren. Es gibt Pisten für jeden Typ - vom blutigen Anfänger bis hin zum Vollprofi - jeder kommt im Skigebiet um den Lago Maggiore auf seine Kosten...

Borromäische Inseln

Unangefochten das Herzstück des Lago Maggiore und absolute Hauptattraktion der Region sind die zauberhaften Borromäischen Inseln: Isola Madre, Isola Bella und Isola dei Pescatori. Die Perlen des Lago Maggiore, kann man von allen umliegenden Ufergemeinden aus per Schiff erreichen. Im Golf von Borromeo gelegen, faszinieren sie alle drei: Mit Kunst und Kultur eines großen Herrschergeschlechts - der Familie Borromeo. Die Inseln wurden Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Mailänder Grafen Borromeo erworben, der bereits den Ausbau der Isola Madre und der Isola Bella zur Residenz plante. Es war dann ca. 100 Jahre später der Graf Carlo III. Borromeo, der nach 1632 den Ausbau der Isola Bella mit dem Bau des Schlosses und der Anlage des einzigartigen italienischen Gartens betrieb. Heute bestimmt der Tourismus den Charakter der Inseln: In der Zeit von Ende März bis Ende Oktober sind die Gärten und Schlösser der Isola Madre und der Isola Bella geöffnet und vor allem in der Hauptsaison und an Sonn- und Feiertagen ein Besuchermagnet.

Die Isola Bella galt bereits im 18. Jahrhundert als eines der Weltwunder. Das ursprünglich felsige Eiland erhielt unter Carlo III. Borromeo die Form eines Schiffs. Das westliche Ende der Insel ragt wie ein schmaler Bug in den See, das darauf erbaute Schloss wirkt von der Ferne wie der gewaltige Schiffsaufbau und die Gartenterrassen am anderen Ende der Insel verkörpern das hohe Heck des Schiffs.

Die Isola dei Pescatori, die Fischerinsel, ist eine schmale längliche Insel, und der Ort zieht sich fast über ihre gesamte Länge. Die autofreie Insel bietet bis heute den malerischen Anblick eines einfachen Fischerdorfs, und es finden sich in dem kleinen Städtchen viele schöne Winkel, Treppen und Durchgänge. War früher der Fischfang die Lebensgrundlage der Bewohner, so ist es heute neben dem Fischfang vor allem der Tourismus. Gerne wird bei den Inselrundfahrten zwischen der Isola Madre und der Isola Bella ein Stopp auf der Isola dei Pescatori eingelegt. In den zahlreichen Restaurants und Cafés der Insel lassen sich ruhige Stunden in einer wunderschönen Umgebung verbringen.

Die Isola Madre ist die größte unter den Borromäischen Inseln. Sie wird überragt von dem Borromeo-Palast aus dem 16./17. Jahrhundert, der heute als Museum dient. Die alte und kostbare Ausstattung der Räume beeindruckt den Besucher und zeigt den Palast als wäre er noch von der Fürstenfamilie bewohnt. Aber auch die Puppen-, Keramik- und Gemäldesammlung, sowie die Zusammenstellung von Bühnenbildern und Kulissen der Mailänder Scala sind einen Besuch wert. Die ganze Insel ist von Menschenhand gestaltete Natur. Vor dem Palast steht eine jahrhundertealte riesige Himalaya-Zeder, ganz selten in Mitteleuropa, dazu zauberhaft angelegte botanische Gärten mit zahmen Pfauen, Fasanen und anderen Vögeln. Im Frühling besticht das Meer von blühenden Azaleen und Rhododendren.

Mottarone

Der 1.491 m hohe Mottarone, früher Mergozzolo genannt, liegt zwischen dem Lago Maggiore und dem Lago d'Orta. Dieses prächtige Gebirge bietet eine herrliche Aussicht über die gesamte Region des Lago Maggiore und des Ortasees bis hin zu den gletscherbedeckten Alpengipfeln des Wallis und des Tessin In wenigen Minuten fährt man von der mediterranen Seenlandschaft in den subalpinen Bereich. Man erreicht den Gipfel mautpflichtig mit dem Auto, mit der Schwebebahn oder in rund vier Stunden zu Fuß. Auf halber Strecke passiert man Gignese mit seinem originellen Schirmmuseum (Museo dell'ombrello e del parasole).

Der Mottarone bietet begeisterten Wanderern eine Vielfalt an interessanten Pfaden durch Tannen-, Kiefern-, Lärchen-, Buchen- und Kastanienwälder, an alten Almen mit weidenden Tieren und duftenden Wiesen vorbei. Das Gebirge ist auch von einem geologischen Standpunkt aus sehr interessant: er ist reich an weißem und rosafarbigem Granit, was zahllose Steinbrüche beweisen.

1911 wurde der Gipfel mit einer Zahnradbahn, die später durch eine Seilbahn ersetzt wurde, mit dem Stadtzentrum von Stresa verbunden. Im Winter ist der Berg ein wichtiges Wintersportzentrum und am 18. Januar 1935 fand hier ein internationaler Skiwettkampf, der Coppa del Duce, statt, der erste Riesenslalom in ganz Italien. Auf der Bergspitze gibt es mehrere Gaststätten, die dem hungrigen Wanderer oder Skifreund Speisen und Getränke anbieten.

Lago di Mergozzo

Ursprünglich war dieser See mit dem Lago Maggiore verbunden, erst im 9. Jahrhundert wurde er durch das Schwemmland des Toce vom See getrennt. Durch seine Trennung vom Lago Maggiore ist der Lago di Mergozzo deutlich wärmer als dieser und seine Campingplätze und Strände sind daher bei Kennern sehr beliebt, zumal er auch als einer der saubersten oberitalienischen Seen gilt. Die Ufer und Berghänge um den See sind zudem nicht so zersiedelt wie rund um den Lago Maggiore. Umrahmt von den Ausläufern des Val d'Ossola, des Eschen-Tals, liegt der noch gut in seiner mittelalterlichen Struktur erhaltene Ort Mergozzo. Einst durch seine Lage am alten Handelsweg von Italien über den Simplon-Pass (Sempione) ins Wallis bekannt, wirkt Mergozzo mit seinen kleinen Fußgängergässchen, kostbaren Kirchenbauten und bescheidenen Häuschen wie ein Traum aus vergangener Zeit.

Besonders schön und gepflegt präsentiert sich die Seepromenade des kleinen Städtchens. Durch den Mont'Orfano (794 m) ist Mergozzo und der Lago di Mergozzo vom verkehrsreichen Toce-Tal getrennt. In dem gleichnamigen Ort steht wegen seiner Abgeschiedenheit noch fast perfekt erhalten, die romanische Kirche S. Giovanni Battista aus dem 11. Jahrhundert mit einem frühchristlichen Taufbecken. An schönen Tagen lohnt sich eine Wanderung zum Berggipfel des Mont'Orfano mit einem einmaligen Ausblick auf die beiden Seen und die Tocemündung.

Lago d' Orta

Westlich vom Lago Maggiore - durch eine hohe Hügelkette von diesem getrennt - erstreckt sich der 13,4 km lange und bis zu 2,5 km breite Lago d'Orta (Ortasee). Im Verhältnis zum Lago Maggiore kommt man in eine Region der Ruhe und Ausgeglichenheit mit deutlich weniger Besiedlung und touristischem Trubel. Die Berge des Ortasees gehören bereits zu den Ausläufern des Monte-Rosa-Massivs (4.633 m), des zweithöchsten Bergmassivs der Alpen. Die Ostküste dagegen steigt eher sanft zum Mottarone (1.491 m) an, der den Ortasee vom Lago Maggiore trennt. Die meisten Besucher fahren vom Lago Maggiore über Gravellona entlang einer vielbefahrenen Autostraße an den Ortasee. Aber schöner ist die Verbindung zwischen den beiden Seen von Gozzano über Invorio und Paruzzaro nach Arona (12,2 km) oder noch schöner die Route von Orta oder Pettenasco über Armeno, Sovazza und Gignese nach Stresa (ca. 20 km). Diese Straße führt sehr reizvoll durch Wälder und Wiesen, zuerst entlang des Wildbachs Agogna. Von Sovazza kann man in ca. 3-4 Stunden zum Mottarone wandern oder in Gignese das Schirmmuseum besuchen.

Der interessanteste Ort am Lago d'Orta ist Orta mit seinem Sacro Monte und der Insel San Giulio. Orta liegt auf einer lang gestreckten Halbinsel, die weit in den See hineinreicht. Unmittelbar davor liegt die Insel San Giulio. Der Ort ist autofrei, die Besucher müssen außerhalb auf großen Parkplätzen parken. Von dort geht man hinunter und über Kieselsteinpflaster durch enge Gässchen in die wunderschöne Altstadt. Vom kleinen Hafen aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf die Insel San Giulio und das gegenüberliegende Ufer des Sees. Hier starten auch die Boote zur Insel San Giulio. Die kleine Insel ist fast vollständig bebaut, sie ist das religiöse Herz des Cusio-Gebietes und war schon immer Ziel für Reisende in den Süden und für Wallfahrer.

weitere Reisepakete werden geladen