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Dommuseum Fulda

Lebendige Schatzkammer des Doms zu Fulda

Es ist leicht zu übersehen, aber bei einem Besuch des Doms St. Salvator, dem Wahrzeichen von Fulda, sollten Sie nicht am Dommuseum vorbei gehen. Hier finden Sie nicht nur Zeugnisse der langen christlichen Geschichte in Fulda, sondern auch den Dolch, mit dem der Mann ermordet wurde, dem Fulda seine Gründung, Ruf, Straßen- und Eisbechernamen verdankt.

Die Geschichte der katholischen Kirche und der Stadt Fulda sind eng miteinander verknüpft. Der Engländer Wynfreth, besser bekannt als Bonifatius, gründete das Kloster Fulda. Daraus entstanden Stadt und Bistum. Bonifatius sorgte auch dafür, dass Fulda über seine Grenzen hinaus bekannt wurde. Die Friesen, die er mit stattlichen 80 Lebensjahren missionieren wollte, töteten ihn, seine Leiche wurde auf seinen Wunsch in Fulda beigesetzt. Sein Grab befindet sich im Dom, einem Wallfahrtsort für Pilger. Seine sterblichen Überreste sind auch der Grund, warum die Deutsche Bischofskonferenz im Herbst immer in der Barockstadt abgehalten wird und auch Papst Johannes Paul II. 1980 vorbei schaute.

Stimmige Atmosphäre

Das Museum ist in den Räumen der ehemaligen Seminarkapelle und der Domdechanei untergebracht, unmittelbar neben dem Dom inmitten eines Rosengartens. Raffiniert: Die mittelalterlichen Ausstellungsstücke werden im mittelalterlichen Teil des Gebäudes gezeigt, die barocken in barocken Räumen. Ganz stimmig also. Über 1.250 Jahre Kloster- und Bistumsgeschichte deckt das Museum ab. Zwar gibt es den Dom erst seit 1712, doch schon 744 existierte eine Abtei, gegründet von Bonifatius‘ Schüler Sturmius.

Gleichzeitig Sakristei und Museum

Das Museum zeigt Grabungsfunde, liturgische Geräte, Textilien und Reliquiare und Teile des Silbernen Altares, die zu kirchlichen Hochfesten im Dom aufgebaut werden. Viele Ausstellungstücke werden heute noch bei Gottesdiensten benutzt. Neben christlicher Kunst des Mittelalters, steht natürlich der Heilige Bonifatius im Mittelpunkt. Ausgestellt wird zum Beispiel das Buch, das er vor sich trug, um den Angriff abzuwehren, ebenso wie das Reliquiar mit dem Kopf des Heiligen und dem Dolch, mit dem er verletzt wurde. Bonifatius soll der Märtyrertod gar nicht so ungelegen gewesen sein, sehnte er doch danach, seine Gründungen auch nach dem Tod als heiliger Patron zu schützen. Er war kein großer Theologe, sondern ein effizienter Organisator und wird wohl auch deshalb als "Apostel der Deutschen" bezeichnet. Nach einem Besuch im Dommuseum werden Sie den Heiligen und sein Wirken überall in der Stadt erkennen, zum Beispiel wenn Sie sich einen Bonifatius Eisbecher im Bonifatius Eiscafé gönnen.

Kontakt Dommuseum, Domplatz, 36037 Fulda

1. 4. - 31. 10. Di. - Sa. 10.00 - 17.30, So./Fei. 12.30 - 17.30 , 1. 11. - 31. 3. Di. - Sa. 10.00 - 12.30, 13.30 - 16.00, So./Fei. 12.30 - 16.00, 15. 1. - 15. 2. geschlossen

Erwachsene 2,10 Euro, Kinder 1,30 Euro

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