Böhmerwald

Wildnis: Die Herrlichkeit des Böhmerwaldes

Früher lebten die Menschen hier vom Wald. Sie brannten Holzkohle, betrieben Bergbau und stellten Glas her. Reich wurden sie nicht. Der Böhmerwald war immer nur dünn besiedelt. Bemerkenswert ist bis heute die Fülle naturbelassener Waldgebiete.

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Wildnis: Die Herrlichkeit des Böhmerwaldes

Früher lebten die Menschen hier vom Wald. Sie brannten Holzkohle, betrieben Bergbau und stellten Glas her. Reich wurden sie nicht. Der Böhmerwald war immer nur dünn besiedelt. Bemerkenswert ist bis heute die Fülle naturbelassener Waldgebiete.

Šumava, dichter Wald, so der slawische Name für den Böhmerwald. Mehr als vierzig Jahre lang durfte die grenznahe Gegend kein Besucher betreten - militärisches Sperrgebiet. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs erhielt das Gelände, nun als Sumava-Nationalpark, einen neuen Schutzstatus. In grüner Co-Existenz mit dem benachbarten Nationalpark Bayerischer Wald bildet er sogar das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas, wird seit 1991 als Biosphärenreservat durch die UNESCO geschützt.

Geburt der Moldau

Seine Mächtigkeit verdankt der Böhmerwald dem natürlichen Lauf der Dinge - in weiten Bereichen bleibt die Natur wieder sich selbst überlassen. Hundertjährige und noch Ältere stehen dicht und hoch beieinander: Buchen, Fichten, Tannen. Ausgedehnte Hochmoore und Gletscherseen schaffen Magie. Ach, und schauen Sie mal, wer da durchs Unterholz huscht: Luchs, Elch, Rothirsch, Birkenmaus, Siebenschläfer und Haselmaus sind hier gern zuhause. Eine gute Quellstätte ist es obendrein. Im Böhmerwald entspringen gleich mehrere Flüsse, darunter die Mutter aller tschechischen Flüsse: Vltava, die Moldau.

Zu Land, zu Luft und auf dem Wasser

Man muss den Kopf oft weit in den Nacken lehnen. In Kubova Huf führt ein vier Kilometer langer Rundweg durch den Urwald Boubínský prales und zeigt, wie es früher hier aussah. 400 Jahre alte Bäume, fast 50 Meter hoch. Alle, die lieber herabschauen, sollten nach Lipno gehen. Auf 675 Metern führt ein Pfad barrierefrei durch die Baumwipfel. Wer gern in die Pedale tritt, kann märchenhafte Naturparadiese und fast vergessene Kulturdenkmäler entdecken. Es gibt Tiererlebnispfade, Führungen durch die Moore, Tourenwanderungen. Wasserbegeisterte reisen zum Lipno-Stausee und unternehmen Kanutouren auf der Moldau und Otava. Etwas rauer, wegen der Granitblöcke im Wasser, dafür aber romantischer, ist die Vydra zwischen Antýgl und Cenkova pila. Im Winter sind die Skigebiete um Špicák und Lipno erste Wahl; ihre Abfahrten und Loipen können mit denen in den Alpen mithalten - sind aber immer noch günstiger.

Seelen-Dichter: Adalbert Stifter

Bei so viel Sport und Natur ist zwischendurch etwas Kultur durchaus erfrischend. Das Zisterzienserkloster in Vyšši Brod sollte man gesehen haben. Oder die Burg Rožmberk. Der österreichische Maler und Dichter Adalbert Stifter hat ihren Gründern zwei seiner Erzählungen gewidmet. Keiner beschrieb die Landschaft so innig und genau wie er. Geht einem aber auch selbst so: Man wird hier poetisch. Kein Wunder, inmitten einsamer Wälder, verwunschener Seen, Steinmeere, Moore, Findlinge ...

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