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STÄDTEREISEN / NR. 0012 |
In Wien gibt es über 1.100 Cafés aller Art, fast 1.000 Espresso-Bars und über 200 Café-Konditoreien. Die Einrichtung des typischen Wiener Kaffeehauses reicht von gemütlich-plüschig bis hin zu kühl-stilvoll. Als klassisch gelten Sessel und Kaffeehaustische mit Marmorplatten. Eines der am besten erhaltenen Kaffeehäuser ist das Café Sperl, das über eine unverfälschte, aber restaurierte Einrichtung verfügt. Das Café Central im Palais Ferstel ist in einer monumentalen Neorenaissance-Halle untergebracht, das Café Prückel hingegen besitzt eine originalgetreu erhaltene Einrichtung aus den 1950er Jahren. Oft gibt es vor dem Lokal den so genannten Schanigarten, wo man im Freien bei Kaffee die vorbeigehenden Leute beobachten kann.
Im Kaffeehaus werden meist kleine Speisen wie Würstel und Mehlspeisen, Kuchen, Torten oder die berühmten Buchteln im Café Hawelka geboten.
In vielen klassischen Wiener Kaffeehäusern (z.B. Café Diglas, Café Central, Café Prückel) wird abends, ab 18 oder 19 Uhr, an bestimmten Tagen der Woche Klaviermusik gespielt - ab und zu auch untermalt mit speziellen Themenprogrammen und anderen Darbietungen wie z.B. literarischen Lesungen.
Anders als in normalen Cafés ist es im Wiener Kaffeehaus durchaus üblich, dass ein Gast, der nur einen Kaffee bestellt hat, stundenlang an seinem Tisch sitzen bleibt und die vorhandenen Zeitungen studiert. Zum Kaffee serviert der Kellner das obligatorische Glas mit frischem, kalten Leitungswasser, das zum Kaffee oder danach getrunken wird. In manchen Kaffeehäusern bringt der Kellner bei längerem Aufenthalt auch unaufgefordert Wasser nach. Der ursprüngliche Sinn und Zweck des Wassers ist beinahe in Vergessenheit geraten: früher, als der Genuss von Kaffee Adeligen vorbehalten war, wäre es unschicklich gewesen, den Löffel einfach abzulecken oder auf die Untertasse zurückzulegen. Daher wurde ein Glas Leitungswasser mit serviert, in dem der Löffel abgelegt werden konnte.
Bräunerhof, Stallburggasse 2
Café Central, im Ferstel Palais, Eingang Herrengasse 14
(Ecke Strauchgasse)
Demel, Kohlmarkt 14 - der berühmteste Zuckerbäcker Wiens, weniger ein typisches Kaffeehaus
Café Diglas, Wollzeile 10
Café Griensteidl, Michaelerplatz 2 - 1990 neu eröffnet am Ort des traditionsreichen Café Griensteidl (1847-1897)
Café Hawelka, Dorotheergasse 6
Café Korb, Brandstätte 9
Café Landtmann, Dr.-Karl-Lueger-Ring 4
Café Mozart, Albertinaplatz 2 (Albertina)
Café Museum, Operngasse 7
Café Prückel, Stubenring 24 (Ecke Dr. Karl-Lueger-Platz, gegenüber Museum für angewandte Kunst)
Café Sacher, Philharmonikerstraße 4
Café Schottenring, Schottenring 19
Café Schwarzenberg, Kärntner Ring 17
(Schwarzenbergplatz - innere Ringseite)
Café Tirolerhof, Führichgasse 8
Kaffee Alt Wien, Bäckerstraße 9
(Quelle: www.wikipedia.de)
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