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MEER, SEEN / NR. 0008 |
Schön und abwechslungsreich ist die Mecklenburgische Ostseeküste von der Lübecker Bucht bis zum Ostseeheilbad Graal-Müritz. Weite weiße Strände wechseln sich mit schroffen Steilufern ab oder aber es reichen Laub- und Kiefernwälder bis an das Ufer heran. Über grüne Wiesen, wogende Getreide- und gelbe Rapsfelder ist die Ostsee oft schon von weitem zu entdecken.

Kleine verträumte Fischerdörfer mit reetgedeckten Häusern, die traditionsreichen Hansestädte Wismar und Rostock sowie die majestätischen Ostseebäder wie Boltenhagen, Rerik, Kühlungsborn, Nienhagen und Warnemünde mit ihrer typischen Bäderarchitektur säumen die Ostseeküste. Das 1. deutsche Ostseebad Heiligendamm, die weiße Stadt am Meer, erstrahlt seit 2003 wieder im alten Glanz.
Heiligendamm: Im Jahr 1793 badete Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin auf Anraten seines Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel am "Heiligen Damm" in der Ostsee und markierte damit die Geburt des ersten deutschen Seebades. In den Jahren nach der Gründung wurde am "Heiligen Damm" viel gebaut, um der stetig steigenden Popularität des Seebades gerecht werden zu können. Zwischen 1793 und 1870 schufen die Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler ein einzigartiges klassizistisches Gesamtkunstwerk aus Bade- und Logierhäusern.
Heiligendamm war seit seiner Gründung das eleganteste Seebad Deutschlands. Europäischer Hochadel, inklusive der Zarenfamilie, verbrachte hier seine Sommerfrische. Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts blieb Heiligendamm ein exklusiver Badeort mit vielen prominenten Gästen. In der damaligen Gesellschaft galt es als Muss, wenigstens einmal im Leben dort gewesen zu sein.
Graal-Mürtiz: Direkt an der Ostsee, zentral an der Küstenlinie des Landes liegt das Seeheilbad Graal-Müritz - umgeben von tiefen Wäldern, Wiesen und Mooren. Der gesamte Ort ist umschlossen von den Waldgebieten der nordöstlichen Heide. Mit ca. 11.000 Hektar gilt das Revier als das größte zusammenhängende Waldgebiet Norddeutschlands. Dieser Naturreichtum macht den unverwechselbaren Reiz des Seeheilbades aus.
Warnemünde: Warnemünde liegt direkt an der Mündung der Warnow in die Ostsee. Mit Altem und Neuem Strom sind zwei Flußverläufe der Warnow die gestaltenden Adern des Seebades. Während sich westlich von Warnemünde Steilküstenabschnitte befinden (Wilhelmshöhe, Stolteraa), fällt im Osten (Markgrafenheide, Rosenort, Torfbrücke) der Küstenwald fast in die Ostsee. Das Waldgebiet der Rostocker Heide, eines der letzten noch zusammenhängenden Waldgebiete entlang der deutschen Küsten, lädt zum Spazierengehen ein.
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