BERGE, WÄLDER / NR. 0580

Wild wandern, schwarz fahren, Specky hören

Hotel am Kurpark***: Herzlich geführt, gute Küche, ruhige Lage im Ortszentrum, 60 Gobelin-
Kunstwerke, Wanderpaket mit vielen Extras wie Lunchpaket, Fußmassage, Speckkurs beim sin-
genden Wirt und Raclette-Abend.

5 Ü/HP
ab EUR
Gute Reise!
 

DER SCHLUCHTENSTEIG

Wasser rauscht, gurgelt um Felsen, versickert im Boden, gestaltet eine urwüchsige Landschaft: Wutachflühen, Schleifenbachschlucht, Wutachschlucht, Haslachklamm, Windbergschlucht, Hohwehraschlucht, Wehraschlucht, dazwischen Aussichtsberge und sonnige Kuppen - der 118 Kilometer lange "Schluchtensteig Schwarzwald" dürfte bald zu den Favoriten der Wanderer zählen.

Vom Start weg erfüllt der jüngste Fernwanderweg des Schwarzwaldes die strengen Kriterien des Gütesiegels "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland". 2006 projektiert und 2007 angelegt und ausgeschildert, geht der Schluchtensteig 2008 in seine erste Saison. Beste Wanderzeit ist von Mai bis November, offizielle Einweihung am 5. Juni 2008.

Der 118 Kilometer lange Schluchtensteig Schwarzwald führt in weitem Bogen durch den Naturpark Südschwarzwald. Einstieg ist in Stühlingen am Unterlauf der Wutach. Flussaufwärts führt der Weg zunächst nach Norden durch die tief eingeschnittenen Wutachflühen bis Blumberg und folgt dann dem Flusslauf durch die Wutachschlucht westwärts bis Lenzkirch. Dort verlässt der Schluchtensteig die Wutach, führt südwärts zum Schluchsee und weiter durch die Windbergschlucht nach St. Blasien, über Dachsberg und Ibach nach Todtmoos und endet in Wehr am Ausgang des Wehratales.

Schmale Pfade, steile Steige und stille Forstwege machen den Schluchtensteig aus. Abschnitte über Stock und Stein wechseln mit gut zu gehenden Fuhrwegen. Insbesondere im Tal der Wutach und in der Wehraschlucht führen schmale Steige durch steile Bergflanken - gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind wichtig.

Mit der nötigen Vorsicht ist der Schluchtensteig mit seinen Wasserfällen, Wildwassern, Urwäldern, Burgen, Kletterfelsen und Aussichtstürmen auch ein idealer Wanderweg mit Kindern. Er eignet sich bestens, um sommerlicher Hitze zu entfliehen. In den Schluchten ist es angenehm kühl, hin und wieder bieten sich mit klarem Wasser gefüllte Gumpen zum Baden oder Abkühlen an.

Viele seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten haben in den Schluchten des südlichen Schwarzwaldes ihren Lebensraum: vom Apollofalter bis zum Wespenbussard, von den seltenen Aspis-Vipern bis zu Bibern, Luchsen, Gämsen und Hirschen. Botanische Kleinode wie Felsennelke, Orchidee, Türkenbund oder Silberblatt blühen am Wegesrand. Lupine, Königskerze und Akelei sprenkeln die Wälder mit bunten Farbtupfern.

Der neue Schluchtensteig lässt sich gut in fünf oder sechs Etappen erwandern. Jede Etappe ist von Mai bis Oktober auch an Wochenenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Rechtzeitig zum Beginn der Wandersaison erscheint eine Wanderkarte im Leporello-Westentaschenformat für 4,95 Euro.

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