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MEER, SEEN / NR. 0186 |
Das Bistum Veszprem hat auf dem etwa 200 Meter hohen Burghügel in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Burg Sümeg errichtet. Zu Beginn bestand die Burg lediglich aus dem heutigen alten Turm, der Zisterne und aus einigen anderen Räumlichkeiten. Die Burg wurde erstmalig im Jahre 1301 erwähnt und im 15. Jahrhundert haben auf Geheiß der Veszpremer Bischöfe Matyas von Gathaloczy und Albert von Vetesi große Bauarbeiten stattgefunden. Eine besondere Rolle kam der Burg während der türkischen Besatzung im 16. und 17. Jahrhundert zu, da von hier aus Ungarn und Westeuropa verteidigt wurden. Die Stadt wurde zwar mehrmals von den Türken belagert, aber es ist ihnen nie gelungen, auch die Burg einzunehmen.
Leider verschlechterte sich der Zustand der Burg bis zur politischen Wende im Jahre 1989 zunehmend. Nach der Privatisierung erhielt ein sehr engagierter Burgherr das Sagen, der mit außergewöhnlichem Fleiß und Sachverstand die Burg renovierte. Um die Burg für die Besucher besonders attraktiv zu machen, finden täglich (außer Sonntag) so genannte Ritterspiele statt, bei denen Pferd und Reiter eine Stunde lang ihr Können unter Beweis stellen. Der Besucher wird so in das mittelalterliche Ungarn zurückversetzt und bekommt einen kleinen Einblick in das damalige Leben.
Direkt unterhalb der Burg gibt es für die Kleinen Besucher einen Streichelzoo und einen kleinen Blick darf man auch in die Ställe werfen, wo ungarische Halbblüter, arabische, friesische und andalusische Pferde sich von ihrem Auftritt erholen. Besonders interessant ist auch das Waffen- und Kutschenmuseum, in dem gut erhaltene Utensilien aller Art bewundert werden können. Besondert Hartgesottene können sich in der Folterkammer in die düstere Seite jener Zeit zurückversetzen.

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