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BERGE, WÄLDER / NR. 0547 |
Rübezahl ist der Berggeist (Schrat) des Riesengebirges. Um ihn ranken sich zahlreiche Sagen und Märchen. Die Herkunft des Namens ist nicht endgültig geklärt. Neben der Sage "Wie Rübezahl zu seinem Namen kam" (die Liebesgeschichte rund um eine Prinzessin, die in seiner Gefangenschaft den Berggeist Rüben züchten und zählen ließ) gibt es weitere mögliche Erklärungen:

"... Rübezahl, sollt ihr wissen, ist geartet wie ein Kraftgenie, launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt; ... schalkhaft und bieder, störrisch und beugsam ..." (vgl. Musäus, 1783)
Der Sage nach ist er ein launiger Riese und mag sich selbst nicht Rübezahl nennen hören, die Kräutersucher nennen ihn deshalb auch "Herr Johannes". Die ganze Vorstellung stammt aus heidnischer Zeit. Er ist der Wetterherr des Riesengebirges. Unerwartet sendet er Blitz und Donner, Nebel, Regen und Schnee vom Berg nieder, während eben noch alles im Sonnenglanz lag.
Er nimmt die verschiedensten Gestalten an, besonders zeigt er sich als Mönch in aschgrauer Kutte auf dem Berg und hält ein Saitenspiel in der Hand, das er so heftig schlägt, dass die Erde davon erzittert. Gegenüber gute Menschen ist er freundlich, lehrt sie Heilmittel und beschenkt sie; wenn man ihn aber verspottet, rächt er sich schwer.
Gesammelt und aufgeschrieben wurden die Rübezahl-Sagen erstmals von Johannes Praetorius in dessen Daemonologia Rubinzalii Silesii (1662). Später erschienen Johann Karl August Musäus "Legenden vom Rübezahl". Otfried Preußlers "Mein Rübezahl-Buch" ist ebenfalls erwähnenswert.
(Quelle: www.wikipedia.de)
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