BERGE, SEEN, FAMILIENFERIEN / NR. 0333

Familienferien all inclusive zum Hammerpreis

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NATURPARK ELA

Am 3. Juni 2006 wurde er von Bundesrat Deiss feierlich eingeweiht, der "Naturpark Ela", dem neben Savognin 20 weitere Gemeinden und zwei Talschaften der Region angehören. Von den 600 Quadratkilometern Fläche sind gut ein Drittel praktisch unberührte Landschaften. Im größten Naturpark der Schweiz gibt es drei Moorgebiete, 10 Ortsbilder von nationaler Bedeutung, zwei große Burganlagen, die Gletscher im Keschgebiet und die berühmte Albulabahn, die Kandidatin zur Aufnahme in die UNESCO-Liste Weltkulturerbe ist. Im Ela-Gebiet werden drei Sprachen gesprochen (deutsch, italienisch, rätoromanisch).

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Auf dem Hochplateau der Alp Flix fühlen sich Menschen, Tiere und Pflanzen wohl: Die Alp ist das ganze Jahr bewohnt, und das abwechslungsreiche Mosaik aus Wiesen, Weiden, Wald und Mooren birgt eine riesige Artenvielfalt.

Nur wenige Meter von der geografischen Mitte des Kantons Graubünden erhebt sich der Crap Furo, der "löchrige Fels", 60 Meter in die Höhe - eine Felsnadel, in Jahrtausenden geformt von Wind und Wetter, in bizarr verwitterter Landschaft.

Gletscher und Firnfelder prägen das Kesch-Ducan-Gebiet. Viele Hochtäler gliedern das rund 140 Quadratkilometer große Gebiet, das zur Hälfte im Parc Ela liegt. Flache Passübergänge führen in alle Himmelsrichtungen. Schutthalden, Blockströme und Moränen zeugen von Erosion und früheren Gletscherständen.

Die Gegend gibt immer wieder Geheimnisse preis. 1992 gab der Porchabella-Gletscher am Fuße des Piz Kesch eine Gletscherleiche frei. Archäologische Untersuchungen zeigten: Es handelte sich um eine 20- bis 30-jährige Frau, die um 1700 verunglückt sein muss. An ihrem Todestag hatte sie ihr dunkelblondes Haar mit Netz und Filzhut bedeckt, war in einen langen, gefütterten Wollmantel gehüllt, trug eine Bluse und Lederschuhe. Die pechgenähten Schuhe legen die Vermutung nahe, dass die Frau Österreicherin war - die Machart gilt als typisch.

Jahrmillionen älter sind die Fossilien auf der Ducanfurgga. Das Gestein birgt dort 230 Millionen Jahre alte Schätze, welche Paläontologen zutage fördern: Fische, Saurier, Muscheln, Krebse, Algen und Landpflanzen.

Das Val d'Err ist ein eidgenössisches Jagdbanngebiet und daher ein idealer Ort, um Murmeltiere zu beobachten und mit etwas Glück sogar Hirsche, Gämsen, Steinböcke und den Horst des Steinadlers zu entdecken. Das Tal bietet auch eine reiche Flora mit Raritäten wie tiefroten Feuerlilien oder Edelweiß.

Das Val d'Err hat sich in der geologischen Namensgebung verewigt. Minerale, die hier entdeckt wurden, heißen Tinzenit (Dorf Tinzen/Tinizong), Parsettensit (Manganabbau-Stätte Parsettens), Sursassit und Grischunit.

Die prächtige Hochebene des Val Faller liegt auf knapp 2.000 Meter ü.M., ist 1,2 Kilometer lang und 500 Meter breit. Sie ist von zwei Bächen eingefasst und beheimatet eine reiche Flora und Fauna. Die ehemalige ganzjährig bewohnte Walsersiedlung umfasst drei Weiler, Arnoz, Plang und Tga. In Tga, am Fuße des Piz Platta gelegen, steht die erstmals 1520 erwähnte malerische Kapelle "Mariae Heimsuchung". Der als schönster Berg des Surses und als das Bündner Matterhorn bezeichnete Piz Platta, erhebt sich in fassbarer Nähe südwestlich der Ebene.

Auf dem Piz Lunghin an der Grenze von Surses und Bergell steht einem Regentropfen der Weg in drei Weltmeere offen. Fließt er nach Norden endet seine Reise nach einer Passage durch den Eva dal Lunghin und die Eva da Set, durch die Julia und den Rhein schließlich in der Nordsee. Treibt der Zufall den Tropfen nach Osten tritt er durch die Quelle des Inns auf dem Lunghin aus, gelangt in die Donau und mit ihr ins Schwarze Meer. Es kann aber auch sein, dass der Regentropfen nach Westen abfließt, im Fluss Maira zum Comersee kommt und von dort mit dem Po in die Adria fließt. Ein Tropfen, drei Wege - die Wasserscheide vom Lunghin ist europaweit ein Kuriosum.

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