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BERGE, WÄLDER / NR. 0398 |
St. Jakob im Defereggental liegt in Osttirol, im Nationalpark Hohe Tauern. Der kleine Ort mit seinen 980 Einwohnern ist als Hauptort des Defereggentals ideal für Sommer- wie Wintersportarten. In den Sommermonaten zieht St. Jakob zahlreiche Wanderer, Mountainbiker und Naturfreunde in seinen Bann. Für Wintersportbegeisterte steht ein breit gefächertes Angebot zur Verfügung, ob auf dem schneesicheren Skigebiet Brunnalm, auf den bestens gespurten Loipen, beim Rodeln, Eislaufen oder Winterwandern.
In St. Jakob gibt es alles, was zum Dorfleben dazu gehört: eine Pfarrkirche, Schule, Ämter, Vereinshaus, Geschäfte, Gaststätten und Tourismusbetriebe. Hier auf 1.389 Meter Seehöhe ist auch die Mündung des Trojeralmbaches in der Unterrotte. Bemerkenswert und ziemlich einmalig im deutschen Sprachraum ist übrigens die alte Bezeichnung "Rotte" für Ortsteile oder Weiler.
Im Ort sind Land- und Forstwirtschaft, sowie touristische Einrichtungen vorherrschend. Da keine landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe mehr existieren, ist ein Großteil der Bevölkerung auf den Fremdenverkehr als Nebenerwerb angewiesen. Dabei begann schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts in St. Jakob die Beherbergung Erholung suchender Menschen als Dienstleistung. Allerlei Bäderkuren waren besonders beliebt. Waren es zuerst Geschäftsleute aus Lienz und die aus dem Tal stammenden Hutfabrikanten mit ihren Mitarbeitern, Freunden und Bekannten, so waren es in weiterer Folge Alpinisten.
1924 erfolgte die Gründung des Verkehrs- und Verschönerungsvereines St. Jakob. Bis zu diesem Zeitpunkt brachte der Stellwagen die "Sommerfrischler" ins hintere Defereggen. 1924 schafften sich die St. Jakober einen eigenen Autobus an, spaßeshalber "Arche Noah" genannt. Seit 1938 verkehren Postautobusse ins Defereggen. Mit der Inbetriebnahme der Brunnalmlifte 1966 erlebte der Fremdenverkehr durch eine zweite Saison eine enorme Steigerung. Inzwischen übertreffen die Einnahmen aus der Wintersaison die der Sommersaison bei weitem.
Starke Impulse auf kulturellem und sommertouristischem Sektor gehen vom Nationalpark Hohe Tauern aus, der durch Projekte, Schulungen, Errichtung von Wegen, Schau- und Lehrpfaden und Wiederherstellung von alten Gebäuden hervorragende Arbeit leistet.
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