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STÄDTEREISEN / NR. 0685 |
Um den einmaligen Charakter Salzburgs zu verstehen muss man sich die bemerkenswerte Geschichte der Stadt vor Augen halten. Salzburg ist im Jahre 696 auf den Ruinen der römischen Siedlung Juvavum entstanden. Bischof Rupert von Worms, heute Stadtpatron, gründete das Kloster St. Peter, die Wiege der Stadt. Salzburg und seine Umgebung entwickelten sich anschließend bald in einen unabhängigen Kirchenstaat "das Rom des Nordens". Den Erzbischöfen, die nicht nur die kirchlichen sondern auch die politischen Entscheidungsträger waren, verdankt die Stadt seine weltberühmten Barockbauten und das damit verbundene Stadtbild: Großzügige Plätze, ruhige und enge Gassen, eine Anzahl von Kirchen und Klöstern, die eindrucksvollen Schlösser und Paläste mit ihren ausgedehnten Parks und herrlich angelegten Gärten.

Salzburgs unverwechselbare Silhouette wird von der Festung Hohensalzburg, die die Stadt während 900 Jahren erfolgreich beschützt hatte, dominiert. Heute gilt die Festung als die besterhaltenste Burg in Zentraleuropa, die ihren Besuchern jeden Tag eine Zeitreise in die Vergangenheit ermöglicht.
Zum Schutz von weltweit anerkannten Gütern der Kultur und der Natur einigte man sich 1972 im Rahmen der UNESCO auf ein Abkommen, dem im Laufe der Jahre 178 Staaten beitraten. Am 1. Januar 1997 wurden zwei wesentliche Stätten Österreichs in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Es waren dies die Salzburger Altstadt und das Schloss Schönbrunn.
Mozartdenkmal: Am später nach dem Genius loci benannten Mozartplatz (früher Michaelerplatz), wurde am 4. September 1842 das Mozart-Denkmal enthüllt.
Der Feierlichkeit - in Anwesenheit seiner Söhne (Franz Xaver und Karl) - ging eine mehrjährige Diskussion voran. Schon 1835 hatten Sigmund von Kolflern und der Schriftsteller Julius Schilling die Idee zu diesem Denkmal.
Trotz einiger Widerstände gegen eine solche Ehrung kaum 50 Jahre nach Mozarts Tod, fand ein Spendenaufruf großen Wiederhall. Mit der Erschaffung der Statue wurde der Münchner Bildhauer Ludwig von Schwanthaler und der Gießer Johann Siglmaier beauftragt.
Als dann der ursprünglich an dieser Stelle befindliche Michaelerbrunnen entfernt wurde und die Fundament-
schachtungen getätigt waren, fand man römische Mosaike mit der passenden Inschrift in lateinischer Sprache "Hier wohnt das Glück".
Am Mozartplatz befindet sich also nachweislich eines der ältesten Siedlungsgebiete der Stadt.
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