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MEER, SEEN / NR. 0190 |
Das Nordostufer des Ratzeburger Sees grenzt an Mecklenburg-Vorpommern (Gemeinde Utecht) im Biosphärenreservat Schaalsee. Am westlichen Seeufer liegen die Gemeinden Groß Sarau, Pogeez und Buchholz. Gemeinsam mit dem Küchensee umschließt der Ratzeburger See die Inselstadt Ratzeburg.
Zur Aufteilung des Seegebietes in den Großen Ratzeburger See, den Domsee, sowie den Großen und Kleinen Küchensee kam es um das Jahr 1900, als Dämme zwischen Seeufer und Dominsel aufgeschüttet wurden.
Der fast 10 Kilometer lange und maximal 24 Meter tiefe See ist ein weichsel-eiszeitlicher Gletscherzungensee, der heute über die Wakenitz und die Trave in die Ostsee entwässert. Im Hoch- und Spätglazial entwässerten die Schmelzwässer zunächst bei Farchau nach Süden und in einer späteren Phase bei Einhaus nach Westen zur Einhaus-Fredeburger-Rinne in Richtung Elbe-Urstrom-Tal.
Das steile Ufer des Sees ist dicht bewaldet. Am Ufer tritt an zahlreichen Stellen Wasser aus kleineren, von Erlen gesäumten Quellen aus. Auch findet man hier weite Flächen mit Riesenschachtelhalm.
Der Ratzeburger See ist bekannt für die dort vorkommende Große Maräne, einen Speisefisch, der zu den Salmoniden zählt.
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