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STÄDTEREISEN / NR. 0033 |
Wohl in keiner Region Deutschlands sind Klischee und Wirklichkeit so weit voneinander entfernt wie im Ruhrgebiet. Und zwar im positiven Sinne: Denn der Kohlenpott ist schon lange kein Kohlenpott mehr. Zechen und Hochöfen, Kumpel und Stahlkocher, Schweiß, Dreck, Hitze und Staub - das ist nicht mehr oder nur noch am Rande. Aus dem wenig wirtlichen Industriegebiet ist eine grüne Freizeit- und Kulturregion geworden, die auch touristisch eine Menge bietet.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die 220.000-Einwohner-Stadt Oberhausen am oberen linken Rand des Reviers: Wo früher jede zehnte Tonne Stahl produziert wurde, steht heute eine der beliebtesten Shopping- und Freizeitoasen. 200 Läden, eine 400 Meter lange Gastro-Meile und ein Freizeit- und Vergnügungspark gehören zum "CentrO" (Foto oben). Der moderne Komsum-Palast ist Europas größtes Einkaufszentrum. "Neue Mitte" heißt das Gelände richtigerweise, zu dem auch die König-Pilsener-Arena mit Großveranstaltungen und ein Multiplex-Cinema gehören.
2004 kam als neue Groß-Attraktion Sea Life hinzu. Über 100 europäische Arten und insgesamt mehr als 20.000 Meeresbewohner sind in den 40 Becken des größten deutschen Süß- und Salzwasseraquariums zu bewundern.
Wenn Sie sich für die industrielle Vergangenheit der Stadt und Region interessieren, ist ein Besuch im Rheinischen Industriemuseum lohnenswert. Das dezentral aufgebaute Museum zeigt an sechs Standorten im Rheinland die historische Entwicklung verschiedener Industriebranchen. In Oberhausen präsentiert das Museum in der Walzhalle der 1981 stillgelegten Zinkfabrik Altenberg die Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie an Rhein und Ruhr.
Reinschauen sollte man im Wortsinne und auf jeden Fall in den Gasometer. 1929 wurde er für die Speicherung des Hochofengases der Eisenhütte gebaut. Nach seiner Stillegung erfolgte 1994 der Umbau zu einer der außergewöhnlichsten Ausstellungshallen Europas.
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