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STÄDTEREISEN / NR. 0060 |
Der Christkindlesmarkt in Nürnberg findet in den Wochen vor Weihnachten auf dem Hauptmarkt vor der Frauenkirche statt. Er zählt zu den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkten weltweit. Auf dem Markt befinden sich alljährlich weit über 150 Verkaufsbuden. Eröffnet wird der Markt jeweils am Freitag vor dem ersten Advent. Der letzte Tag ist immer der 24. Dezember.
Es gibt keine genauen Erkenntnisse darüber, wann der Markt zum ersten Mal stattfand. Aus dem Jahr 1628 gibt es eine Schachtel aus Nadelholz auf dessen Boden sich folgende Inschrift befindet: "Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin (oder Elbsin) zum Kindles-Marck überschickt 1628." Diese Schachtel, im Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, gilt als der älteste Existenznachweis des Christkindlesmarkts.
Von 1898 bis 1933 fand der Markt nicht auf dem Hauptmarkt statt. Innerhalb dieser Zeit musste der Markt auf verschiedene Veranstaltungsorte ausweichen.
Seit 1933 findet der Markt wieder auf dem Hauptmarkt statt. 1933 gab es auch eine Neuerung: Zur Eröffnung des Marktes findet in jedem Jahr ein Prolog durch das Nürnberger Christkind, mit Glockenläuten und Kinderchorgesängen, statt. Dabei spricht das Christkind vom Balkon der Frauenkirche herab: "Ihr Herrn und Frau'n, die Ihr einst Kinder wart, Ihr Kleinen, am Beginn der Lebensfahrt, Ein jeder, der sich heute freut und morgen wieder plagt: Hört alle zu, was Euch das Christkind sagt! ..." Bis 1969 wurde das Christkind von Schauspielerinnen dargestellt. Seitdem wird das Christkind alle zwei Jahre durch die Nürnberger Bevölkerung gewählt. Bewerben dürfen sich nur echte Nürnbergerinnen im zarten Alter zwischen 16 und 19 Jahren.
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