MEER, SEEN / NR. 0044
Badeurlaub Ostsee Badeurlaub Nordsee Hotel Prisma

Mehr Meer zwischen Nord- und Ostsee

Best Western Hotel Prisma***: Modernes 3-Sterne-Hotel im Herzen Schleswig-Holsteins. Eine gute halbe Stunde zur Nordsee, eine gute halbe Stunde zur Ostsee. Urlaubspaket mit Küstenparty, Strandpaket und Kutterfahrt.

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Gute Reise!
 

FRIEDRICHSTADT

8 Brücken zählt die Stadt der Grachten, die über Sielzüge und Wasserläufe führen. Die historische Altstadt besteht nahezu ausschließlich aus Treppengiebelhäusern, die man auch in Amsterdam findet. Die Ufer der Flüsse Eider und Treene, die Friedrichstadt umschliessen, laden zu Wanderungen und Bootstouren ein (ca. 60 Autominuten von Neumünster entfernt).

Friedrich III., Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf gab Friedrichstadt den Namen. 1616 wurde er Nachfolger seines Vaters Herzog Johann Adolf auf Schloss Gottorf. Um die herzoglichen Kassen zu füllen, wollte Friedrich III. den Außenhandel stärken. Zu seinen Ideen zählte die Gründung einer neuen Stadt durch Niederländer, die als die besten Kaufleute ihrer Zeit galten. So entstand Friedrichstadt.

Doch das frühe 17. Jahrhundert war keine gute Zeit für Stadtgründungen. Hamburg und Lübeck waren längst als Handelsstädte etabliert und ließen keinen Raum für Konkurrenten. Zudem blieb das Herzogtum nicht von Verwüstungen durch verschiedene Kriegsparteien verschont, denn der Dreißigjährige Krieg hatte begonnen.

Zwei Vorhaben sollten den Niederländern in Friedrichstadt den wirtschaftlichen Erfolg bringen: zum einen die "Spanienfahrt", die die iberische Halbinsel mit Getreide versorgte und von dort Salz importierte. Allerdings verhinderten die Spanier eine Teilnahme der Friedrichstädter an diesem lukrativen Geschäft, denn sie behandelten sie nicht wie Untertanen des Herzogs sondern betrachteten sie als feindliche Niederländer. Auch der Plan, über eine kombinierte See- und Landstrecke eine neue Handelsverbindung mit Persien zu schaffen und die von dort importierten Waren über Friedrichstadt auszuführen, scheiterte.

Ebenso wenig brachte die Ansiedlung von Protestanten aus Süd- und Mitteldeutschland den erhofften Aufschwung.Als Herzog Friedrich III. am 10. August 1652 in Tönning starb, hatte sich seine "Friedrichstadt" nicht zu der von ihm erträumten Handelsstadt entwickelt. Dennoch hatte der Herzog für seine Zeit Weitblick bewiesen: die Religionsfreiheit, die er den niederländischen Glaubensflüchtlingen anbot, dehnte er auch auf Angehörige anderer Religionsgemeinschaften aus. So wurde Friedrichstadt eine religiöse Freistadt, deren Toleranz zwar wirtschaftlich begründet war, die aber doch im Laufe der Jahrhunderte vielen eine Zuflucht bot.

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