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BERGE, WÄLDER, WELLNESS / NR. 0036 |
Marienbad im Bezirk Eger im westlichen Tschechien hat 14.300 Einwohner und liegt auf 630 Metern Höhe zwischen der bayerischen Grenze (Oberpfalz) und dem Kaiserwald (Slavkovský Les) in einem milden, nach Süden offenen Tal.
Marienbad ist als Kurort berühmt geworden. Die Stadt wurde 1815 gegründet und besitzt viele sehenswerte Kuranlagen. Ihre über 40 Mineralquellen sind reich an Kohlensäure und Mineralsalzen. Empfohlen werden Trinkkuren, Moorbäder und andere Behandlungen gegen Atmungs-, Stoffwechsel- und Nierenerkrankungen, Verspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat.
Der eher mondäne Ort hat unter anderem einen großen Kurpark, eine Goethe-Gedenkstätte und einige Routen zum Wandern, zum Beispiel zum Aussichtsturm "Rozhledna" sowie einen geologischen Pfad.
"Einen schöneren Kurort gibt es auf der ganzen Welt nicht", erklärte Thomas Alva Edison, als er vor 100 Jahren Marienbad erblickte. Auf der nicht besonders großen Fläche der Stadt entspringen an die 40 Quellen, in der Umgebung sind es über Hundert. Die Quellen waren wahrscheinlich seit längster Zeit bekannt, jedoch erst vor 200 Jahren begann sich der in Teplá gebürtige Dr. Nehr ernste Gedanken über deren Nutzung zu machen. Unterstützung fand er bei K. K. Reitenberger, dem Abt des Prämonstratenser-Klosters in Teplá, unter dessen Verwaltung das Gelände des künftigen Kurorts gehörte.
Die Anstrengungen machten sich 1818 bezahlt, als Marienbad öffentlicher Kurort wurde. Die wörtlich aus dem Sumpf entstandene Stadt wurde innerhalb kurzer Zeit eines der begehrtesten und schönsten Kurbäder der Welt. Die Pläne des ältesten Stadtteils mit Kolonnaden und Goetheplatz sind noch ein Werk Nehrs und Reitenbergers. Um die Jahrhundertwende wurde Marienbad Ziel führender Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft. Sie kamen zur Kur, zum Urlaub oder rein aus Prestigegründen.
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