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MEER, SEEN / NR. 0390 |
In der Geburtsstadt Otto Lilienthals, Ellbogenstraße 1, 17389 Anklam.
| Juni bis Sept.: | täglich 10.00 - 17.00 |
| Nov. bis April: | Mi. - Fr. 11.00 - 15.30; So. 13.00 - 15.30 |
| Mai, Oktober: | Di. - Fr. 10.00 - 17.00; Sa., So. 13.00 - 17.00 |
| Eintrittspreise: | Erwachsene EUR 3,50; Ermäßigte EUR 2,50 |

Schon seit 1927 besitzt die Geburtsstadt Otto Lilienthals ein Heimatmuseum mit Exponaten zum Leben und Schaffen des Flugpioniers und einem Nachbau eines Lilienthal-Gleiters vom Typ "Normalsegelapparat". Seit 1980 wurde der Aufbau eines eigenständigen Museums für Otto Lilienthal geplant. 1989 zog das regionalgeschichtliche Museum in das Anklamer Steintor um, das Museum im Steintor entstand. 1991 wurde im Gebäude des ehemaligen Heimatmuseums das Otto-Lilienthal-Museum eröffnet. Anlass war das Jubiläum "100 Jahre Menschenflug". 1996 wurde anlässlich des 100. Todestages Otto Lilienthals ein Hallenanbau mit 300 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche eröffnet. Das Museum erhielt verschiedenste Auszeichnungen, darunter 1999 den "European Museum of the Year Award - Special Commendation" und den Titel "recognized museum" der Fédération Aéronautique Internationale. Auf der Expo 2005 in Japan war das Museum im deutschen Pavillon als Partner vertreten. Im Jahr 2006 war es in der Kampagne "365 Orte im Land der Ideen" vertreten.
Die ständige Ausstellung des Museums zeigt alle bekannten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals in Rekonstruktion sowie seine aerodynamischen Versuchsaufbauten. Das Museum stellt Lilienthals Flüge als Wendepunkt von der Geschichte des Fliegenwollens, zu der es 4000 Jahre alte Dokumente gibt, zur Technikgeschichte des Menschenflugs dar. Das Haus versteht sich als technisches Personalmuseum, das sich auch den bedeutenden anderen Aktivitäten der Brüder Otto und Gustav Lilienthal widmet (Sozialreform, Bauwesen, Spielzeug). Im Ausstellungsteil Lebenswege befindet sich u. a. die einzige erhaltene Dampfmaschine aus Lilienthalscher Produktion, die im Jahre 2004 in Australien erworben werden konnte.
Etwa 3 Kilometer entfernt vom Museum, auf dem Flugplatz Anklam existiert ein Außengelände des Museums, der Lehr- und Erlebnisgarten "Aeronauticon".
Im Museum befinden sich Nachbauten aller bekannten Lilienthalschen Flugapparate und seiner flugphysikalischen Versuchsaufbauten. Weiterhin besitzt das Museum die neben der des Deutschen Museums in München bedeutendste Sammlung an Originalzeugnissen zu Leben und Werk Lilienthals. Zum Thema Hängegleiter - Lilienthals Flugprinzip in heutiger Beschreibung - verfügt das Museum seit 1999 über eine mehr als 150 Fluggeräte umfassende Sammlung.
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