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BERGE, WÄLDER / NR. 0179 |
Mächtige Stadttore, schmuckes Fachwerk, stolze Bürgerhäuser und eine reiche Geschichte: Münnerstadt am Fuße der bayerischen Rhön, ist ein schmuckes mittelalterliches Kleinod.
Im Jahr 770 wurde Münnerstadt erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert legten die Grafen von Henneberg neben der Siedlung eine Talburg an und umgaben den ganzen Ort in den Jahren 1251 bis 1336 mit einem turmbewehrten Mauerring, der sich im Süden durch das Obere, im Osten durch das Jörgen-, im Norden durch das Untere Tor (1945 von Amerikanern gesprengt) und im Nordwesten durch den sogenannten Dicken Turm öffnete. Die Sicherheit, die diese Befestigung bot, und die Lage an einer wichtigen Handelsstraße begünstigten die Entwicklung des Ortes. Fleißige Bürger verhalfen der Stadt gleichzeitig rasch zu Einfluss und Reichtum. Das stattliche bauliche Ensemble des kleinen Ortes zeugt heute von dieser Erfolgsgeschichte. Und: Die prächtigen Gassen und lauschigen Plätze sind ideale Kulisse für ein reiches Kulturleben.
Ein weltbekanntes Meisterwerk in Münnerstadt ist der Riemenschneider-Altar. 1492 wurde dieser in der Kirche St. Maria Magdalena aufgestellt. Er ist das erste große Werk des bekannten Würzburger Bildhauers. Ein anderes Meisterwerk ist die mit fränkischem Rokoko ausgestaltete Klosterkirche der Augustiner, die außen ganz schlicht wirkt, aber innen mit elegantem Reichtum verzückt.
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