|
|
STÄDTEREISEN / NR. 0127 |
Die hölzerne Kapellbrücke und der dazu gehörende Wasserturm bilden das Wahrzeichen von Luzern und zählen nach dem Matterhorn zu den am meisten fotografierten und beliebtesten Motiven der Schweiz. Die Brücke entstand Urkunden zu Folge vermutlich um 1333 und gilt somit als älteste Holzbrücke der Welt, die noch erhalten ist. Mit beachtlichen 204 Metern Länge ist sie zugleich die längste überdachte Holzbrücke Europas. Dem Stadtschreiber Theodor von Liebenau ist es zu verdanken, dass ein Teil der wechselvollen Geschichte der Kapellbrücke auch heute noch nachvollzogen werden kann.
Die Anfänge der Brücke gehen nach Überlieferungen auf ein Unwetter im Jahre 1333 zurück. Dabei wurden Unmengen von Holz angeschwemmt, das den Bau der Brücke ermöglicht haben soll. Im Laufe der Jahrhunderte musste die Brücke unzählige Male erneuert, renoviert und restauriert werden, da das hölzerne Material den Witterungsbedingungen ausgesetzt war und Katastrophen nicht immer standhalten konnte. Zuletzt wurde die Brücke 1968/69 umfassend und planmäßig restauriert. Auch nach einem schweren Brand im August 1993, der die Brücke nahezu vollständig zerstörte, konnte die Brücke wieder komplett aufgebaut werden. In nur acht Monaten wurde mittels der Pläne die originalgetreue und vollständige Restauration durchgeführt.
Die Brücke verbindet die durch den Fluss Reuss getrennte Alt- und Neustadt. Ursprünglich war sie Teil der Stadtbefestigung und verband zusätzlich die Peterskapelle mit der Hofkirche. Durch verschiedene Katastrophen, städtebauliche Veränderungen und neuer Flussführung wurde die ursprünglich 285 Meter lange Brücke im Laufe der Zeit mehrere Male verkürzt - auf heute noch 204 Meter.
Besonders sehenswert ist der noch teilweise erhaltene Bilderschmuck aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die historischen Bildwerke wurden vom damaligen Stadtrat an den Stadtschreiber Renward Cysat in Auftrag gegeben. Sie zeichnen die Geschichte der Schweiz und der Stadt Luzern nach und wurden von vermögenden Bürgern der Stadt finanziert. Dem Brand von 1993 fielen 78 der 111 originalen Bilder zum Opfer. Die meisten der dreieckigen Bilder wurden restauriert und können heute wieder in den Giebeln der überdachten Brücke bestaunt werden. Der Bilderzyklus gilt als politisches und ideologisches Meisterwerk und war einzigartig im damaligen Europa.
Bitte klicken Sie auf die
Karte, um 384 Angebote
in 13 Ländern zu sehen.