STÄDTEREISEN / NR. 0048

Wochenende mit Holstentor und Marzipan

Best Western Hotel Aquamarin***: Modernes Stadthotel, 2,5 Kilometer von der Altstadt entfernt, verkehrsgünstig gelegen. Mit Rotspon und Marzipan-
geschenk zur Begrüßung, leckerem Lübeck-Menü, Besuch im Marzipan-Museum.

2 Ü/F
ab EUR
Gute Reise!
 

LÜBECKER LECKEREIEN

Wer an Lübeck denkt, der denkt fast immer auch an Marzipan. Um die Herkunft des Marzipans ranken sich die unterschiedlichsten Geschichten. Am beliebtesten ist diese: Um 1407 wütete in Lübeck eine Hungersnot. Es gab kein Korn mehr. Da trug der Senat den Bäckern auf, aus den in den Speichern lagernden Mandelvorräten ein Brot herzustellen. Diese Sage wird übrigens in der einen oder anderen Version überall dort erzählt, wo man sich in größerem Maßstab mit der Marzipanherstellung beschäftigt.

Als sicher kann wohl nur gelten, daß das Marzipan aus dem Vorderen Orient stammt. In den Lübecker Zunftrollen wird "Martzapaen" erstmals im Jahre 1530 erwähnt.

Lübecks Ruf als "Marzipanstadt", seine Vorrangstellung bei der Marzipanproduktion, wurde erst nach 1800 begründet. Niemand weiß heute noch genau, ob es ein besonders kunstfertiger und ideenreicher Konditor war oder ob ein Wettbewerb unter den verschiedenen, damals sehr bekannten Lübecker Konditoreien die Marzipanherstellung zu dieser Blüte brachte.

Heute gibt es in der Hansestadt Lübeck mehrere große Firmen, die Lübecker Marzipan herstellen und in die ganze Welt exportieren. Darunter befindet sich Europas marktführender Produzent von Qualitätsmarzipan. Allein diese Firma beschäftigt in der Saison bis zu 600 Mitarbeiter, die pro Tag etwa 30 Tonnen Marzipan herstellen und versenden.

Neben dem Marzipan gilt der "Lübecker Rotspon" als besonderes kulinarisches Erlebnis.

Die Anfänge des Lübecker Rotweinhandels gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Damals kamen die ersten Koggen der Hanse an die französische Westküste und brachten Bordeaux-Weine mit. Bedeutung gewann der Weinhandel jedoch erst 1530, als der Lübecker Kaufmann Thomas Bugenhagen der Überlieferung nach als erster begann, Rotwein im größerem Maße einzuführen. Er soll seinen Lagermeister beauftragt haben, den Wein reifen zu lassen, "damit seine guten Eigenschaften sich voll entwickeln und der Wein nicht laut und heftig, sondern fröhlich und gesellig macht".

Woher nun aber der Name Rotspon? "Spon ist der niederdeutsche Ausdruck für "Span" - Holzspan. Rotspon war also ursprünglich Rotwein aus Holzfässern. Der mecklenburgische Mundart - Dichter Fritz Reuter, selbst ein Freund des Lübecker Rotspon, sorgte mit seinen humorvollen Versdichtungen dafür, daß die Bezeichnung "Rotspon" in ganz Deutschland bekannt wurde.

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