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BERGE, WÄLDER / NR. 0592 |
Bad I: Dieses prunkvollste Karlsbader Kurhaus wird auch Kaiserbad genannt. Es wurde im Jahre 1895 fertig gestellt. Außen und innen ist es mit Elementen des Historismus und des Jugendstils reichlich dekoriert. An der Fassade sind die Namen der bedeutenden Karlsbader Ärzte zu sehen, als erster steht hier der Name von David Becher. Die zwei allegorischen Statuen am Haupteingang, von Bildhauer Karl Wilfert aus Eger, stellen die Urkraft und die Heilkraft dar. Im Gebäude befinden sich Badezimmer und das so genannte Kaiserbad - ein Luxusapartment, das einst ausschließlich für Kaiser Franz Josef bestimmt war. Im ersten Stockwerk befindet sich der Zanderfestsaal. Ursprünglich wurde der Saal mit Turngeräten eingerichtet und man betrieb hier die schwedische Gymnastik nach den Instruktionen von Arzt Adolf Zander.
Bad V: Das ehemalige Elisabeth Bad, benannt nach der österreichischen Kaiserin, liegt im Hintergrund des Smetana Parks. Dieses Projekt wurde vom ehemaligen Direktor des Karlsbader Stadtbauamtes, Franz Drobny, ausgearbeitet. Die festliche Eröffnung dieses Kurhauses fand am 17. Juni 1906 statt.
Schlossbad: In den Jahren 1911 - 1913 wurden nach dem Entwurf des Architekten Friedrich Ohmann die Schlosskolonaden erbaut. Erst in den Jahren 2000 - 2001 kam es durch eine grundsätzliche Rekonstruktion und einem großzügigen Umbau zu einer einzigen komplexen Kureinrichtung, dem Schlossbad. Das Gelände wird vom so genannten "Quellengeist" bewacht. Einem großen Reliefkopf des Beschützers der Quellen, der in Sprudelstein gemeißelt ist.
Parkkolonnade: Im Antonin Dvorák Park befindet sich die wunderschöne gusseiserne Parkkolonnade, die 1881 von den Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer aus Wien gebaut wurde. Das große, dreieckige Gebäude daneben ist das Militärkurhaus aus dem Jahre 1855. Bis heute werden hier nur Armeeangehörige behandelt. Im Kellergeschoss des Militärkurhauses quillt die Parkquelle, die den Namen der oben erwähnten Kolonnade gab. Der Architekt des Projekts des Militärkurhauses war der Hofarchitekt V. Hagenauer.
Gemsenstatue: Vom Altan in der Richtung zum Sprudel steht ein auffälliger Granitfelsen, auf dessen spitzen Gipfel eine Gemsenstatue steht. Die ursprüngliche Statue war aus Zink und stammte aus dem Jahre 1851. 1984 wurde die Statue des Bildhauers August Kiss aus Berlin von Wandalen zerstört. Ihre treue Nachbildung ist aus Bronze und stammt vom Karlsbader Bildhauer Jan Kotek (1986). Heute kümmert sich um die Gemsenstatue und ihre Umgebung die berühmte Jan Becher-Likörfabrik.
Mühlbrunnkolonnade: Die Kolonnade wurde in den Jahren 1871-1881 nach den Plänen des Architekten Josef Zítek, der auch Bauprojekte für das Nationaltheater in Prag vorbereitete, erbaut. Die ersten Kritiken der Kolonnade waren ziemlich vernichtend. Man verglich sie mit einer Kegelbahn oder mit einem Karotten- und Spargelbeet. Der Architekt plante ursprünglich eine zweistöckige Kolonnade, aber aus Mangel an Geld musste der Bau reduziert werden. Im Jahre 1893 wurde die Kolonnade bis zur Felsenquelle verlängert. Der Neurenaissancebau mit drei Schiffen und zahlreichen Säulen ist 132 Meter lang und 13 Meter breit. Man sagt, dass es in der Kolonnade 124 Säulen gibt. Wenn Sie Zeit haben, können Sie diese Information entweder bestätigen oder widerlegen.
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