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BERGE, WÄLDER / NR. 0329 |
Kaysersberg liegt im Elsass, im Département Haut-Rhin, zwischen dem Rheintal und den Vogesen, im Kaysersberger Tal. Im Mittelalter wurde das Tal als Verbindungsweg zwischen der Rheinebene und Lothringen genutzt. 1227 taucht die als "Castrum Keisersberg" bezeichnete Siedlung zum ersten Mal in den Urkunden auf. Zum Schutz der Wegstrecke erwarb damals der Stauferkaiser Friedrich II. den günstig gelegenen Platz, an dem vermutlich bereits eine Burg stand, und liess sie befestigen. Die vergrößerte und verstärkte Kaiserfestung kontrollierte den Eingang des Tales, das seinerzeit auf einer der wesentlichsten Ost-West-Verbindungsachsen angesiedelt war, und somit jeglichen Durchgang verriegelte. 1632 wurde das Schloss in Brand gesetzt, jedoch nicht vollständig zerstört. Die Burgruine von Kaysersberg ist eine der sehenswertesten Bauwerke entlang der elsässischen Weinstraße. Einen Besuch sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Kaysersberg ist jedoch nicht nur im Mittelalter, sondern auch in der Neuzeit zu Ruhm gelangt, und zwar als Geburtsort des berühmten Missionsarztes Albert Schweitzers. In dem Geburtshaus des Friedensnobelpreisträgers von 1954 ist heute ein Museum mit Ausstellungsstücken aus seinem Leben untergebracht.
In jedem Winkel und jeder Gasse der historischen Altstadt stoßen Sie auf Überreste aus dem Mittelalter und aus der Zeit der Renaissance: das sehenswerte Rathaus samt Innenhof, den "Spitalturm" und den "Hexenturm", beide aus dem 15. Jahrhundert, die Festungsbrücke über dem Fluss Weiss, sowie den "Kesslerturm" oder "Kupferschmiedeturm" von 1407. In der Rue Général-de-Gaulle, in der auch das Albert Schweitzer Museum zu finden ist, reihen sich Häuser im Stil der Renaissance und im alemannischen Fachwerkstil aneinander.
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