|
|
STÄDTEREISEN / NR. 0038 |
Im äußersten Westen der Kulturstadt Kassel, zu Füßen von Herkules und Schloss, liegt das Kurviertel Bad Wilhelmshöhe in einer geschützten Höhenlage zwischen 230 und 600 Metern mit mildem Mittelgebirgs-Reizklima. Die Synthese von Stadt und Landschaft ist hier einzigartig: Der größte Bergpark Europas beherbergt das Schloss mit der berühmten Gemäldegalerie Alte Meister, die Löwenburg, das Gewächshaus und hoch oben den Herkules mit seinen Wasserkünsten. "Allein die Reise wert" kommentieren die meisten in- und ausländischen Reiseführer das Ereignis Bad Wilhelmshöhe.
"Park" ist dabei eine höchst unzureichende Beschreibung dieses Gesamtkunstwerkes, das nach der Idee eines barocken Fürsten Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffen wurde. Für Carl Landgraf von Hessen unternahm es der italienische Baumeister Giovanni Francesco Guerniero, die Sage von den Taten des Herkules in Stein nachzuerzählen. Von der Spitze seines achteckigen Riesenschlosses (Oktogon) - krönendes Wahrzeichen Kassels - sieht der grünspanige Held auf seine überwundenen Widersacher hinab, gestützt auf die berühmte Keule.
Seitab träumt die Löwenburg, der romantische Nachbau einer mittelalterlichen Burg. Das Wilhelmshöher Schloss (Foto oben) war einst die Sommerresidenz der deutschen Kaiser und birgt heute wertvolle Gemälde und Kulturschätze.
Berühmt sind die "Wasserkünste" unterhalb des Herkules: Vom Fuße des Oktogons schießen Wassermassen über die breiten Bänder der 250 Meter langen Kaskaden hinunter zum Neptunsbassin (Fotos unten). Der Wasserfall, die Teufelsbrücke und das Aquädukt sind weitere aufregende Teile dieses Wasser-Schauspiels. Grandioses Finale bildet die 52 Meter hohe Fontäne im Schlossteich. Bewundern kann man dieses Spektakel alljährlich zwischen dem 1. Mai und dem 3. Oktober, jeweils mittwochs, sonntags und an Feiertagen von 14.30 bis 15.30 Uhr. Noch imposanter ist das ganze nachts, wenn die Kaskaden und die Fontäne samt Schlossteich herrlich illuminiert sind. Die beleuchteten Wasserkünste gibt's von Juni bis September, jeweils am ersten Samstag im Monat ab 22.00 Uhr zu bestaunen, im August und September ab 21.00 Uhr.
Wilhelmshöhe hat aber auch seine ruhigen, romantischen und erholsamen Seiten. Der Bergpark ist zugleich Kurpark mit Kneippanlagen und Terrainwegen. Naturfreunde finden im Park 600 Gehölzarten und weiträumige Wanderwege. Bismarcks Leibarzt lobte seinerzeit mit den überlieferten Worten: "Auf Wilhelmshöhe ist jeder Luftzug einen Taler wert."

Bitte klicken Sie auf die
Karte, um 473 Angebote
in 15 Ländern zu sehen.