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STÄDTEREISEN / NR. 0031 |
Mit über 800 Hektar öffentlichen Parks und Grünflächen erleben Sie in Karlsruhe eine deutschlandweit wohl einzigartige Vielfalt grüner Ruhe- und Erholungsinseln in einer Großstadt.
Die Fußgängerzone: So richtig entspannt geht's zur Shopping-Tour auf Badens längster Einkaufsmeile, der Kaiserstraße, und den Nebenstraßen mit vielen kleinen Geschäften. In der Innenstadt, zwischen Kriegstraße und Rondellplatz, gibt es mittlerweile ein Erlebnis-Shopping-Treffpunkt der Superlative: das "Ettlinger Tor" mit 130 Fachgeschäften, Cafés und Restaurants auf einer Fläche von 33.000 Quadratmetern. Das "Ettlinger Tor" bildet somit eine Verlängerung der bisherigen Fußgängerzone.
Die Pyramide: Aufgrund Platzmangels ließ Friedrich Weinbrenner 1807 die auf dem Marktplatz stehende Konkordienkirche abreißen, die 1721 für den Markgrafen Karl Wilhelm erbaut worden war. In dieser Kirche hatte der Markgraf 1738 seine letzte Ruhestätte gefunden. Weinbrenner musste jedoch dafür sorgen, dass die nun ungeschützte Gruft behelfsmäßig abgedeckt wurde. Daher ließ er eine hölzerne, mit Ölfarbe gestrichene Pyramide errichten, diese mit Abweissteinen aus Sandstein umgeben und ein hölzernes Schildhäuschen daneben aufstellen. Heute steht die Pyramide mitten auf dem Marktplatz und bildet den Mittelpunkt der Stadt.
Das Rathaus: Neben dem Marktplatz, gegenüber der Stadtkirche, steht das Rathaus. Das erste Rathaus wurde hier bereits 1728 erbaut. Karlsruhe war eine aufstrebende und ständig wachsende Stadt, für welche sich das gebaute Rathaus schnell als zu klein erwies. So wurde das "erste Rathaus von 1728" im Jahr 1812 versteigert und abgebrochen. 1805 entschlossen sich die Stadtväter zum Bau eines neuen Regierungssitzes. Zu der Realisierung des Bauvorhabens wurde wiederum Friedrich Weinbrenner zu Rate gezogen, der im Rathaus auch die Fleischbank, die Salz- und Mehlhalle unterzubringen plante. So entstand ein Bauwerk im typisch klassizistischen Stil Weinbrenners, der das Rathaus der Evangelischen Stadtkirche gegenüberstellte.
Die Stadtkirche: Die evangelische Stadtkirche auf dem Marktplatz wurde von Weinbrenner als Kathedralkirche des Landes Baden nach Weisungen des Großherzogs Karl Friedrich errichtet. Grundsteinlegung war 1807, die Einweihung 1816. Der Glockenturm wurde auf Anweisung des Großherzogs nach dem Vorbild eines griechischen Tempels gebaut. Zerstört durch Bomben im Mai und September 1944, wurde sie in sieben Jahren nach den Plänen von Horst Linde wieder errichtet. Der Innenraum wurde hierbei völlig neu gestaltet. Eingeweiht wurde die neu aufgebaute Stadtkirche im Jahr 1958 vom damaligen Landesbischof Bender.
Der Botanische Garten: Noch bevor es die Stadt Karlsruhe gab, gab es verschiedene gärtnerische Anlagen im Bereich des Schlosses. Das im Barockstil erbaute Schloss erhielt ursprünglich einen barocken Garten, der im Laufe der Zeit immer wieder verändert wurde. Um 1808 beauftragte Großherzog Karl Friedrich aus dem hochfürstlichen Holzplatz den heutigen Botanischen Garten zu schaffen. 1857 sollte Baudirektor Heinrich Hübsch die baufälligen Gewächshäuser erneuern und eine neue Orangerie erstellen. Diese brannte jedoch 1944 völlig aus und Teile der Glasfassade wurden ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. 1952 bis 1956 wurden die Gewächshäuser wieder neu verglast und der Bevölkerung zugänglich gemacht. In den letzten Jahren wurde diese Verglasung durch Isolierglas ersetzt, das Warmhaus 1988, das Kakteenhaus 1991 und das Palmenhaus 1995. Vom Wintergarten, von Heinrich Hübsch als italienischer Garten geplant, steht leider nur noch die wunderschöne, gusseiserne Konstruktion von 1870/1871.
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