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Der Bekanntheitsgrad Jenas in der Welt ist zwei Herren aus dem 19. Jahrhundert zu verdanken: Zeiss und Schott. Bereits 880/890 wurde die Siedlung "Jani" erstmals in einem Hersfelder Zinsregister erwähnt. Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige gründete 1558 die Universität von Jena, wodurch die Stadt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus berühmt wurde. Besonders im 17. Jahrhundert und nochmals während der "klassischen Zeit" um 1800 kamen Studenten aus ganz Europa an die Universität. 1846 gründeten die Herren Abbe und Zeiss die erste optische Werkstatt. 1882 gründete der Konkurrent Schott das erste glastechnische Laboratorium. Inzwischen ist Jena eine Großstadt mit viel Industrie, aber dennoch vielen Sehenswürdigkeiten.

Gartenhaus Friedrich Schillers: Das Gartenhaus Friedrich Schillers - heute in Verwaltung der Friedrich-Schiller-Universität - ist die einzige in Jena erhalten gebliebene Wohnstätte des berühmten Professors der Jenaer Universität, zu der auch eine Gartenanlage mit Nebengebäuden zählt ("Gartenzinne" und Küche). 1797 Erwerb durch Friedrich Schiller als Gartenhaus. 1798 Aufstockung einer Gartenhütte (später "Gartenzinne"), in der Schiller in den Sommermonaten 1797 bis 1799 und im März 1801 an Balladen sowie den Dramen "Wallenstein", "Maria Stuart" und die "Jungfrau von Orléans" arbeiten. 1802 Verkauf des Anwesens durch Schiller. Seit 1924 Schiller-Museum.
Ernst-Haeckel-Haus: 1882-1883 Errichtung als Wohnhaus für den Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919), Architekt: Max Hosse. Seit 1920 Museum mit dem wissenschaftlichen und künstlerischen Nachlass Ernst Haeckel. Seit 1968 Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik. Ernst Haeckel, seit 1862 Professor für Zoologie in Jena und bedeutendster deutscher Verfechter der Darwinschen Entwicklungslehre, ließ sein Wohnhaus in der Nähe seiner Wirkungsstätte, dem Zoologischen Institut in der Ebertstr. 1, errichten. 1918 übereignete Haeckel sein Wohnhaus der Carl-Zeiss-Stiftung und bestimmte, dass hier ein Museum eingerichtet werden solle. Nach seinem Tode verblieb der Nachlass vom Mobiliar bis zu Briefen und Zeichnungen im Hause. Hinzu kam Haeckels Archiv, das seit 1916 in der Universitätsbibliothek gelagert war. Am 31. Oktober 1920 konnte das Ernst-Haeckel-Museum eröffnet werden. Es informiert in acht Ausstellungsräumen über Leben und Wirken des Gelehrten. Foyer, Balkon- und Arbeitszimmer sind in der Ausstattung original erhalten. Seit 1968 ist außerdem eine medizin-historische Sammlung von Theodor Meyer-Steineg (1873-1936) im Gebäude untergebracht.
Phyletisches Museum: 1907-1908 Errichtung als "Museum für Abstammungslehre" durch den Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919). Mit der Schenkung des Museumsbaues an die Universität sicherte er, dass Sammlung und Präsentation naturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie deren philosophische Auswertung auf hohem Niveau erfolgen konnten. Haeckel beeinflusste den Entwurf für den Museumsbau. So lag ihm daran, dass das Prinzip der "Symmetrie in der Formenbildung aller Lebewesen" vom Baukörper bis zum Bauschmuck beachtet werde.Der dreigeschossige Bau mit Mansardendach wird über eine doppelläufige Treppenanlage und einen von Arkadenbögen geschützten Eingang im Mittelrisalit erschlossen. Die Fassaden der Seitentrakte sind über dem Sockelgeschoss durch eine vorgelegte kolossale Arkadenordnung gegliedert. Auf die Bestimmung des Gebäudes verweist der Fassadenschmuck: Ein Lebensbaum mit den Bezeichnungen "Ontogenese" und "Phylogenese" füllt die Fläche des spielerisch ausgeschwungenen Giebels am Mittelrisalit, und "Kunstformen der Natur" finden sich in den Brüstungsfeldern.
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